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Als Folge stieg der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden US-Dollar (11,59 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag nach New Yorker Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 12,4 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie erreichte Intel 0,29 Dollar - weit über der durchschnittlichen Prognose von 0,01 Dollar.
Unterm Strich gab es allerdings einen weiteren hohen Verlust von 4,28 Milliarden Dollar (3,65 Mrd. Euro) nach roten Zahlen von 887 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Intel investiert gerade in großem Stil in neue Produktionsprozesse, die den einstigen Marktführer aus der Krise bringen sollen. Intel konnte aber zuletzt den Elektroauto-Vorreiter Tesla als Kunden gewinnen, bei dem Firmenchef Elon Musk die Produktion eigener Chips ausbauen will.
Intel überraschte die Anleger auch mit dem Umsatzausblick für das laufende Quartal. Der Konzern rechnet mit Erlösen zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar, während am Markt im Schnitt eine Prognose von rund 13,1 Milliarden Dollar erwartet wurde. Intel-Aktien stiegen daraufhin im nachbörslichen Handel an der Wall Street um etwa 19 Prozent. In ihrem Windschatten legten die Titel des Erzrivalen AMD und des Chipdesigners Arm jeweils etwa sechs Prozent zu.
"Zentralprozessoren erleben eine Renaissance", sagte Finanzchef Zinsner am Freitag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir beginnen, von den aktuellen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) in nennenswertem Umfang zu profitieren." Intel will beim lange vernachlässigten Geschäft mit Grafikprozessoren für Rechenzentren Geld verdienen. Ursprünglich für Videospiele entwickelt, kommen diese Chips bevorzugt bei der KI zum Einsatz, weil sie anders als Zentralprozessoren zahlreiche Daten parallel verarbeiten können.
Intel versucht unter dem seit rund einem Jahr amtierenden Chef Lip-Bu Tan, unter anderem durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen. Im August bekam der US-Staat nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung für zuvor unentgeltlich zugesagte Milliarden-Subventionen.
Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, kämpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch unter Druck im angestammten Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren.