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Ein weiterer unterstützender Faktor war die Erholung des französischen Privatkundengeschäfts, das zu den Prioritäten des Konzernchefs Slawomir Krupa zählt. Dort stiegen die Nettozinserträge unter anderem dank eines höheren Kreditvolumens, während gleichzeitig der Zinssatz für das in Frankreich wichtigste regulierte Sparkonto "Livret A" gesenkt wurde.
Im Handel mit Anleihen, Devisen und Rohstoffen verbuchte SocGen dagegen einen Umsatzrückgang um 18 Prozent. Das Institut begründete dies mit einer "ungünstigen Geschäftsdynamik und Zinsentwicklung" vor allem in Europa. Dies drückte die Erlöse der Investmentbanking-Sparte um knapp fünf Prozent. Sorgen bereitet Börsianern zudem der wachsende Konkurrenzkampf im Online-Banking. Die SocGen-Tochter BoursoBank soll 2026 mehr als 300 Millionen Euro zum Konzerngewinn beitragen. Allerdings drängt der britische Rivale Revolut in den französischen Markt. SocGen-Aktien fielen in Paris um bis zu fünf Prozent.
VINCENNES - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/MARTIN LELIEVRE