Bericht: Uber prüft Komplettübernahme von Delivery Hero

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Beteiligung von 19,5 % am Essenslieferdienst könnte aufgestockt werden
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Der US-Fahrdienst Uber prüft einem Bericht der Agentur Bloomberg zufolge eine Komplettübernahme des Berliner Essenslieferdienstes Delivery Hero. Uber habe Berater eingeschaltet, um zu prüfen, wie sich die zuletzt auf 19,5 Prozent aufgestockte Beteiligung weiter erhöhen lasse, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen. Uber habe darüber auch mit anderen Großaktionären von Delivery Hero gesprochen.

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In einer Pflichtmitteilung hatte Uber erst Anfang der Woche erklärt, man habe "derzeit (...) nicht die Absicht, 30 Prozent oder mehr der Stimmrechte" des Unternehmens zu erwerben, das in Konkurrenz zum eigenen Lieferdienst "Uber Eats" steht. Das könne sich aber ändern. Bei mehr als 30 Prozent würde ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre fällig.

Ein Delivery-Hero-Sprecher sagte, man könne sich nicht zu Plänen von Uber äußern. Der Bericht trieb die Delivery-Hero-Aktie im späten Handel um mehr als 7 Prozent auf 35,50 Euro nach oben. Das Unternehmen ist an der Börse damit mit rund 10,7 Mrd. Euro bewertet.

Uber hat sich zusätzlich zu seiner direkten Beteiligung über Derivate weitere 5,6 Prozent an Delivery Hero gesichert, die dem US-Konzern zu einer Sperrminorität verhelfen könnte. Dem Bloomberg-Bericht zufolge hat die US-Investmentbank Morgan Stanley Uber massiv beim Aufbau seiner Beteiligung geholfen. Sie hatte am Freitag einen Aktienanteil von 1,92 Prozent an Delivery Hero, Kaufoptionen über weitere 3,63 Prozent und andere Derivate im Volumen von 21,01 Prozent an dem Berliner Unternehmen gemeldet.

Weitere wichtige Aktionäre von Delivery Hero sind die niederländische Beteiligungsfirma Prosus und der Hongkonger Vermögensverwalter Aspex. Prosus muss nach der Übernahme des Delivery-Hero-Rivalen Just Eat Takeaway seine Beteiligung von zuletzt 16,8 auf unter 10 Prozent senken. Aspex hatte kürzlich Firmengründer Niklas Östberg zum Rückzug als Vorstandschef gedrängt, den dieser bis Frühjahr 2027 vollziehen will.

DAVOS - SCHWEIZ: FOTO: APA/APA/AFP/INA FASSBENDER

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