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Schließlich seien die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen nur wenige Wochen vor dem Stichtag unvollständig. Ohne eine Anpassung bestehe das reale Risiko, dass große Mengen an Sendungen an den EU-Grenzen aufgehalten würden.
Dies könne die Verfügbarkeit von medizinischen Gütern beeinträchtigen, die Industrieproduktion verzögern und Engpässe in den Lieferketten verursachen. "Nur wenige Wochen vor dem geplanten Anwendungstermin ist der rechtliche und technische Rahmen noch unvollständig, und wichtige Elemente werden noch diskutiert", heißt es in dem Schreiben, das führende Manager der Express-Sparten der Konzerne unterzeichnet haben.
Der Branchenverband European Express Association (EEA), dem die Konzerne angehören, fordert daher in dem Brandbrief ein schrittweises Vorgehen. Zunächst solle ab dem 1. Juli nur eine Pauschalgebühr von drei Euro pro Sendung eingeführt werden. Komplexere und noch ungeklärte Elemente wie neue Datenanforderungen sollten hingegen verschoben werden, bis sie rechtssicher und technisch umsetzbar sind. Die Reform sieht die Abschaffung der bisherigen Freigrenze von 150 Euro für die Zollabfertigung vor, was die Unternehmen grundsätzlich unterstützen. Das neue Regelwerk soll ab Juli gelten, bis eine dauerhafte Lösung zur Abschaffung der sogenannten De-Minimis-Zollbefreiung für Online-Einkäufe unter 150 Euro gefunden sei, hatte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure gesagt.
LUDWIGSFELDE - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/TOBIAS SCHWARZ