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Das Unternehmen betonte in einer Pflichtmitteilung, Details wie der genaue Zeitplan oder das Emissionsvolumen stünden noch nicht fest. Es wolle für den Antrag auf Börsenzulassung einen vertraulichen Emissionsprospekt nutzen. Dieses Verfahren ist in den USA nicht unüblich. Vor allem Technologiefirmen wollen wegen des harten Wettbewerbs Informationen über ihre Projekte und deren Entwicklungsstand möglichst lange unter Verschluss halten.
Hynix ist einer der weltgrößten Anbieter von Speicherchips. Bei besonders ertragreichen Hochleistungshalbleitern für künstliche Intelligenz (KI) beherrscht der Konzern Schätzungen zufolge etwa 60 Prozent des Weltmarktes. Wegen des weltweiten Baubooms bei Rechenzentren können Anbieter die Nachfrage sowohl nach KI- als auch konventionellen Speicherchips nicht mehr bedienen und bauen daher ihre Produktionskapazitäten aus.
Analyst Kim Sun-woo vom Finanzdienstleister Meritz begrüßte die geplante Zweitnotiz. Sie ermögliche einen besseren Vergleich des südkoreanischen Konzerns mit dem US-Konkurrenten Micron. Hynix sei aus seiner Sicht trotz einer besseren Ertragskraft unterbewertet. Fondsmanager Kim Hyun-su vom Vermögensverwalter IBK äußerte sich dagegen enttäuscht. Das Unternehmen sollte keine zusätzlichen Aktien ausgeben, sondern eigene zurückkaufen und diese an der Wall Street platzieren.