Schweizerische Nationalbank hält an Nullzins fest

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Inflation beschleunigte sich zuletzt
 © AFP, FABRICE COFFRINI, Apa
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Trotz der anziehenden Inflation tastet die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Zinsen nicht an. Der SNB-Leitzins bleibe unverändert bei null Prozent, teilte die Notenbank am Donnerstag mit. Dies ist das niedrigste Niveau aller größeren Währungsräume.

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Von der Nachrichtenagentur Reuters im Vorfeld der vierteljährlichen geldpolitischen Lagebeurteilung befragte Ökonomen hatten einhellig prognostiziert, dass die Schweizer Notenbanker an dem seit Juni 2025 bestehenden Niveau festhalten dürften. Bei Bedarf sei die Nationalbank zudem bereit, am Devisenmarkt aktiv zu sein, um angemessene monetäre Bedingungen zu gewährleisten. Zuletzt hatte der Franken zum Euro und zum Dollar an Wert verloren.

Zwar beschleunigte sich die Inflation in der Schweiz im August auf 0,8 Prozent - den höchsten Stand seit zwei Jahren -, getrieben durch steigende Treibstoffpreise infolge des Iran-Konflikts. Die Teuerung liegt damit jedoch weiterhin deutlich innerhalb des Zielbereichs der SNB von null bis zwei Prozent, den die Notenbank als Preisstabilität definiert.

Gemäß der bedingten Inflationsprognose werde die Inflation im vierten Quartal noch etwas ansteigen, bevor sie im Verlauf des Jahres 2027 wieder zurückgehe, so die SNB. Dieser Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass die aktuell deutlich erhöhte Teuerung bei der Energie in den kommenden Quartalen wieder sinken dürfte.

In ihrer neuen Prognose geht die SNB davon aus, dass die Inflation in der Schweiz im Jahr 2026 bei 0,7 Prozent liegen wird (zuvor: 0,6 Prozent). Für 2027 prognostiziert die Notenbank eine Teuerung von 0,8 Prozent (Juni-Prognose: 0,6 Prozent) und für 2028 von 0,8 Prozent (zuvor: 0,7 Prozent). Das Wirtschaftswachstum in der Schweiz soll in diesem Jahr 1,5 bis zwei Prozent betragen (zuvor: rund ein Prozent). Für 2027 erwartet die SNB unverändert ein Wachstum von 1,5 Prozent.

Mit der Zinspause unterscheidet sich die SNB von anderen großen Notenbanken. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte die Zinsen Anfang des Monats angehoben. Zudem erhöhte die US-Notenbank Federal Reserve die Kreditkosten und signalisierte weitere Schritte.

A sign of the Swiss National Bank (SNB) is seen on its headquarters ahead of a press conference in Bern on December 15, 2022. The Swiss central bank on December 15, 2022 raised its key interest rate by 50 basis points to 1%, continuing to tighten monetary policy despite the recent deceleration in Swiss inflation. (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP)

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