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Neu rechnet Raiffeisen für 2026 sportevent-bereinigt mit einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,7 Prozent, wie aus dem am Donnerstag publizierten "Konjunkturcheck" der Bank hervorgeht. Zuvor lag die Prognose bei einem Anstieg um 0,8 Prozent. Für 2027 belassen die Ökonomen die BIP-Prognose bei plus 1,3 Prozent.
Die Schweizer Wirtschaft bleibe auf Erholungskurs und habe sich vom Iran-Konflikt bisher unbeeindruckt gezeigt, so die Begründung. Die Unternehmensstimmung habe im September auch der erneuten Intensivierung des Konflikts getrotzt und die Wachstumszahlen für das zweite Quartal seien, von der Dynamik im Pharmasektor gestützt, stärker als erwartet ausgefallen.
Nicht nur zur Konjunkturentwicklung erhöht Raiffeisen die Prognose, die Ökonomen gehen auch von einer höheren Teuerung aus. Sie heben die Inflationsprognosen für 2026 auf plus 0,7 von zuvor plus 0,5 Prozent und für 2027 auf plus 1,1 von plus 0,8 Prozent an.
Der Gegenwind hoher Energiepreise dürfte länger als erhofft anhalten, heißt es im Bericht. Und die unterliegende Inflation werde in der Schweiz wegen des weniger starken Frankens und des erhöhten Preisdrucks aus dem Ausland nach oben tendieren.
Entsprechend rechnet Raiffeisen schon bald mit einer Zinserhöhung der SNB. Die Schweizer Wirtschaft bewege sich nahe am Potenzialpfad, während die Inflation komfortabel im SNB-Zielband von 0 bis 2 Prozent liege, betonen die Ökonomen. Die stützende Nullzinspolitik der SNB erscheine entsprechend zunehmend unangemessen. Daher werde die SNB wohl an ihrer nächsten Lagebeurteilung im Dezember an der Zinsschraube drehen.
This photograph shows a Swiss flag waving in a blue sky in St.Moritz on December 21, 2024. (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP)