
von
An der Börse kamen die Zahlen gut an: Die Salzgitter-Aktie legte um rund sechs Prozent zu. Maßgeblich für den Gewinnsprung war der Anteil an Aurubis, der 147 Mio. Euro zum Ergebnis beisteuerte, fast dreimal so viel wie vor einem Jahr. Salzgitter profitierte dabei vor allem von positiven Bewertungseffekten durch gestiegene Metallpreise.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Vorstand, wie schon im April mitgeteilt, mit einem um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA) zwischen 625 und 725 Mio. Euro nach zuvor angepeilten 500 bis 600 Mio. Euro. Der Vorsteuergewinn (EBT) soll bei 200 bis 300 Mio. Euro liegen statt 75 bis 175 Mio. Euro. Der Umsatz soll rund 9,5 Milliarden Euro betragen. "Dieser starke Start ins Jahr 2026 stimmt uns für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich und hat uns veranlasst, unsere Gewinnprognose nach oben anzupassen", bekräftigte Finanzchefin Birgit Potrafki am Dienstag.
Der Iran-Krieg werde wahrscheinlich keine größeren Auswirkungen auf den Ausblick haben. Salzgitter setzt aber im weiteren Jahresverlauf auf positive Impulse aus den EU-Handelsschutzmaßnahmen. Mit dem Abschluss der Transaktion zur Übernahme der Anteile von Thyssenkrupp Steel an der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) rechnet die Finanzchefin in der nächsten Zeit.
Trotz des Gewinnanstiegs spürt der Konzern weiterhin Gegenwind in seinem Kerngeschäft. Die stahlnahen Aktivitäten seien von ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und geopolitischen Unsicherheiten belastet worden. Dennoch hätten die Bereiche Stahlerzeugung, Handel und Technologie positive Ergebnisse erzielt. Zur Ergebnisverbesserung trug auch ein Sparprogramm bei, das die Kosten um weitere 43 Mio. Euro drückte.