Russische Banken sollen Yuan-Reserven anlegen

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Nabiullina will Engpässe bei Yuan verhindern
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Die russische Zentralbank will heimische Geldhäuser zum Aufbau von Yuan-Reserven verpflichten, um Engpässe bei der chinesischen Währung zu verhindern. Dies kündigte Notenbankchefin Elwira Nabiullina am Dienstag in Moskau an. Hintergrund ist ein sprunghafter Anstieg der Zinssätze für Yuan-Swaps, bei denen Banken untereinander Währungen tauschen, auf mehr als 40 Prozent im März. Auslöser war eine hohe Kreditvergabe in Yuan, der nur geringe Zuflüsse der Währung gegenüberstanden.

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"Als Kunden ihre Yuan-Bestände abzogen, suchten viele Banken am Geldmarkt nach Yuan", sagte Nabiullina auf einer Bankenkonferenz. "Das ist ein kurzfristiger Markt, und die Zinsen dort sind in die Höhe geschossen." Der Yuan hat sich zur meistgehandelten ausländischen Währung in Russland entwickelt, nachdem westliche Sanktionen den Handel mit Dollar und Euro stark eingeschränkt haben. "Die Banken sind vielleicht nicht erfreut", sagte Nabiullina. "Aber wir erwägen separate Liquiditätsvorschriften für Fremdwährungen, denn es ist nicht das erste Mal, dass die Zinsen so in die Höhe geschossen sind." Eine solche Volatilität sei unnötig. Die Zentralbank werde den Vorschlag zunächst mit den Geschäftsbanken beraten.

Hintergrund der Äußerungen ist auch, dass der staatliche Nationale Wohlstandsfonds im Mai seine Devisengeschäfte wieder aufnehmen will. Da die Ölpreise nun über dem Schwellenwert von 59 Dollar pro Barrel liegen, wird der Staat im Mai Yuan kaufen, um Rücklagen zu bilden.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der zweitgrößten russischen Bank VTB, Dmitri Pjanow, hatte am Montag gewarnt, dass solche Käufe den heimischen Devisenmarkt kurzfristig destabilisieren könnten. Ein großer staatlicher Akteur am Markt würde ihm zufolge die bereits angespannte Liquidität weiter verknappen und die Volatilität erneut anheizen.

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