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"Bei der Schule wird nicht gespart", so Auer in einem Pressegespräch. Das gelte über alle Käuferschichten hinweg, insbesondere für die Erstausstattung bei den Erstklässlern werde häufig auf hochwertige Markenprodukte zurückgegriffen. Zu spüren bekommt die Branche hier die Konkurrenz durch branchenfremde Filialisten, wie etwa Drogerien oder Supermärkte mit Schulartikeln im Sortiment. Allerdings sieht Auer gerade im Schulstartgeschäft eine Chance für den klassischen Papierfachhandel, sich durch Beratung gegenüber dem Onlinehandel und branchenfremden Anbietern hervorzuheben. Die teils großen Preisunterschiede bei Schulartikeln erklärte er mit Unterschieden bei Qualität und Nachhaltigkeit.
Im Einzelhandel ist die Zahl der Papier-, Büro- und Schreibwarengeschäfte indes weiter rückläufig. Seit 2008 sei die Unternehmenszahl um rund 31 Prozent gesunken, allein seit 2021 habe der Rückgang 11 Prozent betragen, geht aus einer aktuellen Branchenstudie des Instituts für Österreichs Wirtschaft (iföw) im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hervor. Heute gibt es demnach noch rund 370 Unternehmen mit knapp 3.340 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 500 Mio. Euro.
Insgesamt, also stationär und online, belaufe sich das Marktvolumen auf rund 1,02 Mrd. Euro netto. Rund die Hälfte entfalle dabei auf den Facheinzelhandel, etwa 20 Prozent auf den Onlinehandel und rund 30 Prozent auf branchenfremde Anbieter, erläuterte Studienautor und iföw-Institutsleiter Peter Voithofer. Und während der Fachhandel kontinuierlich Marktanteile verliere, lege der Onlinehandel mit vorrangig internationalen Anbietern deutlich zu.
Der Onlinehandel bietet aus Sicht von Branchenvertreter Auer auch Potenzial für heimische Papierfachhändler, wo bisher erst wenige vertreten seien. Auer riet zudem zur Digitalisierung von Beschaffungs- und Vertriebsprozessen, um Geld zu sparen. Auch Kooperationen mit anderen Marktteilnehmern durch Einkaufs- oder Marketinggemeinschaften seien vorteilhaft. Positiv hob Auer zudem Betriebe im ländlichen Bereich hervor, die durch die Ergänzung ihres Sortiments mit Spielwaren und Büchern oder durch Kooperationen mit Paketdienstleistern die Kundenzahl und damit auch ihre Umsätze steigerten. Dagegen mache die Konkurrenz großer und branchenfremder Anbieter insbesondere im urbanen Bereich den Fachhändlern zu schaffen.