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Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.
Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im April stieg am Donnerstag um 1,80 Prozent auf 77,40 Dollar.
Die Straße von Hormuz, durch die ein großer Teil des globalen Ölhandels verläuft, bleibt die Hauptsorge des Marktes. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstraße ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die faktische Blockade der Wasserstraße hat die Rohöllieferungen aus dem Iran sowie von anderen Produzenten am Persischen Golf unterbrochen und Förderländer gezwungen, ihre Produktion zu drosseln.
Zuletzt haben die iranischen Revolutionsgarden einen Angriff auf einen Öltanker im Norden des Persischen Golfs gemeldet. Auf dem Webportal der Garden heißt es, das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erneuerten ihre Drohung, im Kriegsfall die Straße von Hormuz zu kontrollieren. Schiffe der USA, Israels, europäischer Staaten und ihrer Verbündeten hätten keine Erlaubnis für eine Durchfahrt und würden angegriffen.
Sollte es zu weiteren Angriffen auf Öltanker oder auf die Infrastruktur der Ölindustrie oder zu längeren Störungen der Ölindustrie in der Region kommen, könnten die Preise wieder stark ansteigen, heißt es von Analysten des Handelshauses Phillip Nova aus Singapur.
Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat mitteilte, betrug der Korbpreis am Mittwoch 82,87 US-Dollar je Barrel (159 Liter), nach 81,00 Dollar am Dienstag. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.
TAFT - USA: FOTO: APA/APA/AFP/FREDERIC J. BROWN
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