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Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag zwei Nestlé-Gesellschaften unter eine vorübergehende externe Verwaltung gestellt. Betroffen sind Nestlé Russia und Nestlé Kuban. Die von Nestlé-Gesellschaften in der Schweiz und Deutschland gehaltenen Anteile werden laut Dekret künftig von der russischen Firma L.E.V. Management verwaltet.
Nestlé betreibt in Russland insgesamt sechs Produktionsstandorte. Hergestellt werden unter anderem Kaffee, Schokolade und andere Süßwaren, Babynahrung und Tierfutter. Nestlé Kuban betreibt in Timaschewsk in der Region Krasnodar in der Schwarzmeer-Region eine der weltweit größten Fabriken von Nestlé für löslichen Kaffee. Dort wird unter anderem Nescafé produziert.
Laut dem russischen Exilmedium "Nowaja Gaseta Europa" wurde L.E.V. Management erst Ende 2025 gegründet und wird von Andrej Krajuschkin, einem General des russischen Innenministeriums, geführt. Das Unternehmen habe Ende 2025 lediglich einen Mitarbeiter gehabt und noch keine Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Die Eigentümer seien unbekannt.
Nestlé erwirtschaftet in Russland rund 2 Prozent seines Konzernumsatzes von total gut 89 Milliarden Franken (94,02 Mrd. Euro) Das wären rund 1,8 Milliarden Franken Umsatz in Russland.
Moskau nutzt die Fremdverwaltung seit 2023 wiederholt bei westlichen Unternehmen. Betroffen waren unter anderem Danone und Carlsberg, die ihre Russland-Geschäfte später verkauften. Unter dieselbe Verwaltung stellte Putin auch Beteiligungen des französischen Einzelhändlers Auchan, der früheren Baumarktkette Leroy Merlin sowie dreier russischer Töchter von FM Logistic.
(FILES) This photograph shows a bird of the crow family flying next to the logo of Swiss food giant Nestle on the facade of its headquarters ahead of the company’s third-quarter results announcement, in Vevey, western Switzerland, on October 14, 2025. Nestlé, sued over illegal dumping near its bottled water plants in the Vosges, western France must be retried, the Nancy Court of Appeal ruled on September 17, 2026, overturning a decision by the criminal court that had annulled in March key analyses implicating the multinational. (Photo by Fabrice COFFRINI / AFP)