Deutsche Erzeugerpreise steigen stärker als erwartet

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
1 min
Erzeugerpreise im August um 4,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat
 © DPA, Lars Penning, Apa
©DPA, Lars Penning, Apa
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
In Deutschland hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise im August weiter beschleunigt. Ursächlich sind vor allem Preissteigerungen bei Mineralölerzeugnissen. Die Erzeugerpreise legten im Jahresvergleich um 4,6 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

von

Erzeugerpreise sind die Preise, die Hersteller für ihre Waren verlangen, wenn sie diese an den Handel oder an andere Unternehmen verkaufen. Im Monat zuvor waren die Erzeugerpreise nur um 3,0 Prozent gestiegen.

"Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat ist vor allem auf gestiegene Energiepreise (+8,3 Prozent) zurückzuführen", hieß es von der Behörde. Bedingt durch Folgen des Iran-Kriegs seien die Preise für Mineralölerzeugnisse 40,5 Prozent über denen von August 2025 gelegen. Die Preise für Vorleistungsgüter seien ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen.

Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte misst die Entwicklung der Preise, bevor diese in den Handel kommen. Sie wirken sich in der Regel verzögert auch auf die Verbraucherpreise aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Währungsraum auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von zwei Prozent an.

Im Vergleich zum Vormonat legten die Erzeugerpreise im August wie schon im Juli um 1,1 Prozent zu und damit ebenfalls stärker als erwartet. Analysten waren hier von 0,6 Prozent ausgegangen.

WILHELMSHAVEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Lars Penning

Über die Autoren

Logo
trend. Newsletter

Die wichtigsten Wirtschaftsthemen des Tages