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Bei MTU entfallen derzeit weniger als zehn Prozent des Umsatzes auf militärische Triebwerke und deren Instandhaltung. AeroDesignWorks kommt zurzeit mit knapp 40 Mitarbeitern auf rund zehn Millionen Euro Umsatz. "Das kann auf ein Vielfaches wachsen", sagte Bussmann.
Zum Kaufpreis für das 2011 aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgegründete Unternehmen wollte sich der MTU-Chef nicht konkret äußern. "Wir haben einen fairen Preis gezahlt", sagte er nur. AeroDesignWorks liefere bereits jetzt an Kunden wie MBDA, Airbus und Boeing. Für das Start-up gehe es nun darum, die Produktion hochzufahren, um größere Mengen liefern zu können, und Drohnenantriebe mit mehr Schub zu entwickeln. Dabei könne MTU jeweils helfen, sagte Bussmann.
"Mit der Übernahme von AeroDesignWorks kombiniert die MTU die industrielle Schlagkraft eines globalen Triebwerksherstellers mit der Agilität eines spezialisierten High-Tech-Unternehmens", hieß es in der Mitteilung. MTU liefert in der Rüstungssparte bisher Triebwerke für die Kampfflugzeuge Tornado und Eurofighter, die Hubschrauber Tiger und CH-53K sowie das Transportflugzeug Airbus A400M. Künftige Generationen von Kampfflugzeugen sollen von Drohnen begleitet werden. Dazu brauche man Plattformlösungen, sagte Bussmann. Für Drohnen hat MTU bisher nur Elektromotoren der Tochter eMoSys im Angebot.