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Reisende aus Österreich, die etwa über die Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt oder München einen Kurz- oder Langstreckenflug gebucht haben, sind ebenfalls vom Streik betroffen. Allein am Drehkreuz Frankfurt registrierte der Betreiber Fraport 656 Annullierungen bei 1.313 geplanten Starts und Landungen. Die Zahlen beziehen sich auf sämtliche Airlines, während die Streichungen im Wesentlichen der Lufthansa zuzurechnen sind.
Am Vortag war der Versuch einer Schlichtung in den festgefahrenen Tarifverhandlungen für die Pilotinnen und Piloten gescheitert. Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) konnten sich nicht auf einen Themenkatalog einigen. Die Proteste der Beschäftigten überschatteten dabei den Festakt zu 100 Jahre Lufthansa.
Bei der Direktfluggesellschaft Eurowings sollte nur am Donnerstag gestreikt werden, während bei den anderen Gesellschaften auch der Freitag bedroht ist. Eurowings schafft es nach Angaben eines Firmensprechers, mehr als 70 Prozent der geplanten Flüge in die Luft zu bringen. Hier fällt allerdings auch nur ein Teil der Flotte unter deutsches Streikrecht. Es habe sich aber auch eine dreistellige Zahl von Piloten deutscher Maschinen freiwillig zum Dienst gemeldet.
FRANKFURT/MAIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Hannes P Albert