Leitbörsen in Asien schließen uneinheitlich

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Tokio klar im Plus - China-Börsen im Minus
 © AFP, HECTOR RETAMAL, Apa
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Die wichtigsten asiatischen Börsen haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Während in Tokio der Nikkei-225 merklich um 1,26 Prozent auf 53.123,49 Punkte zulegen konnte, gab der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, um 0,85 Prozent auf 4.440,79 Zähler nach.

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Der Shanghai Composite verlor zuletzt 1,0 Prozent auf 3.880,10 Punkte. Klar nach oben ging es hingegen mit den Kursen in Südkorea. Der KOSPI legte 2,74 Prozent auf 5.377,28 Einheiten zu.

Der Iran-Krieg steht weiterhin im Fokus der Anleger. Der UNO-Sicherheitsrat hat eine für Freitag angesetzte Abstimmung über eine vom Golfkooperationsrat geforderte Freigabe eines Einsatzes von Waffengewalt zum Schutz der Straße von Hormuz verschoben. Als Begründung hieß es aus diplomatischen Kreisen, dass die Vereinten Nationen Karfreitag als Feiertag sehen - obwohl dies bereits bekannt war, als die Abstimmung für Freitag angekündigt worden war. Ein neues Datum wurde nicht genannt.

Die japanische Notenbank stellt trotz der erwarteten Konjunktureintrübung infolge des Iran-Krieges weitere Zinserhöhungen in Aussicht. "Sollten sich unsere Wirtschafts- und Preisprognosen bewahrheiten, werden wir die Zinsen wahrscheinlich weiter anheben", teilten die Währungshüter am Freitag in Tokio mit. Höhere Ölpreise aufgrund des Iran-Krieges stellten zwar ein Risiko für das Wirtschaftswachstum dar. Sie könnten aber auch die Inflation anheizen, sagte der für die Geldpolitik verantwortliche Notenbank-Direktor Koji Nakamura im Parlament.

Die Äußerungen schürten die Erwartungen an den Finanzmärkten, dass die Zentralbank bereits in diesem Monat die Zinsen erneut anheben könnte. Die Stimmung in der Wirtschaft hat sich jedoch stark eingetrübt. Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Forschungsinstituts Teikoku Databank zufolge verschlechterte sich die Stimmung im März erstmals seit September 2023 in allen zehn untersuchten Branchen. Als Grund wurden die steigenden Treibstoffkosten genannt. Eine weitere Umfrage zeigte eine Verlangsamung des Wachstums im Dienstleistungssektor und die geringste Zuversicht seit der Corona-Pandemie im Jahr 2020.

SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL

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