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Die japanische Notenbank beließ den Leitzins am Freitag unverändert bei 0,75 Prozent. Japans Währungshüter wollen die Auswirkungen der Zinserhöhung vom Vormonat abwarten. Der Yen gab darauf zum Dollar nach, was die exportorientierte Wirtschaft tendenziell stützt.
Japans neue Regierungschefin Sanae Takaichi hatte das Unterhaus des Parlaments aufgelöst und damit den Weg für Neuwahlen freigemacht. Derzeit wird eine größere Mehrheit für die amtierende Regierungschefin Takaichi erwartet. Diese hätte es dann leichter, ihre Wachstumspläne durch höhere Staatsausgaben durchzusetzen.
Eine gewisse Entspannung signalisierten zudem neue Inflationsdaten. Demnach hatte sich die Inflation dank fallender Energiekosten weiter abgeschwächt. Die Verbraucherpreise ohne Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln waren im Dezember um 2,4 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Dies war die niedrigste Jahresrate seit Oktober 2024. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet.
Der australische S&P/ASX 200 legte ebenfalls moderat zu und verzeichnete ein Plus von 0,13 Prozent auf 8.860,09 Punkte. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf leichten Rückenwind von der jüngsten Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex, der den höchsten Stand seit fünf Monaten erreicht hatte.
Uneinheitlich war dagegen die Entwicklung in China. Während der CSI-300-Index der chinesischen Festlandsbörsen um 0,45 Prozent auf 4.702,50 Punkte nachgab, zog der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong um 0,42 Prozent auf 26.740,96 Punkte an. Im Vergleich zur Vorwoche ergab sich damit ein leichtes Minus.
Die Börse Südkoreas baute unterdessen ihre Rekordserie mit leichten Gewinnen aus. "Wir gehen davon aus, dass sich die Rally fortsetzen wird, da der Markt im Vergleich zu anderen globalen sowie großen asiatischen Märkten wie Indien und Taiwan weiterhin attraktiv bewertet ist", prognostizierte Jonathan Pines, Head of Asia ex-Japan beim Vermögensverwalter Federated Hermes. "Das Thema Reformen in Südkorea ist aus unserer Sicht noch nicht ausgeschöpft und wir rechnen auch künftig mit unterstützenden Entwicklungen."