Europas Leitbörsen eröffnen nach Trump-Rede im Minus

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Trump-Aussagen dämpfen Hoffnungen auf baldigen Frieden im Iran
 © AFP, THOMAS SAMSON, Apa
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Nach der Rede von US-Präsident Donald Trump zur Nation und daraufhin deutlich steigenden Ölpreisen haben Europas Aktienmärkte am Donnerstag merklich nachgegeben. Vor dem langen Osterwochenende, in das auch der Ablauf des Ultimatums von Trump im Iran-Krieg fällt, minimieren die Anleger ihre Risiken. Am 6. April läuft die von Trump verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der er die Öffnung der Straße von Hormuz erzwingen will.

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Nach etwas mehr als einer Handelsstunde notierte der Euro-Stoxx-50 um 1,65 Prozent tiefer auf 5.638 Punkten. In Frankfurt verlor der DAX 1,49 Prozent auf 22.951 Zähler. In London gab der FTSE-100 um moderate 0,20 Prozent auf 10.344 Einheiten nach - ihn stabilisierten die defensiven Schwergewichte sowie Ölwerte.

Trump stellte in seiner Rede zwar erneut ein Ende des Krieges in Aussicht, bekräftigte aber frühere Drohungen. Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele "sehr bald" zu erreichen, sagte er. Bis dahin werde es im Iran noch heftige Angriffe geben, potenziell wie schon angekündigt auch gegen Kraftwerke des Landes. "Wir werden sie in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen", sagte Trump. In der Zwischenzeit liefen weitere Gespräche.

Zuletzt hätten sich die Anleger mit dem Begriff des "Herunterfahrens" des Krieges angefreundet und sich kurzfristig auf die Käuferseite geschlagen, bemerkte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Trumps Rede klingt jedoch eher danach, als würde es jetzt erst richtig losgehen. An der für die Märkte so belastenden Lage ändert Trumps Auftritt nichts: Die Straße von Hormuz bleibt geschlossen, die Ölpreise bleiben hoch, gegenseitige Angriffe gehen unvermindert weiter - und eine Aussicht auf einen Deal ist in weiter Ferne", ergänzte Stanzl.

Die Ölpreise sprangen nach der Trump-Rede erheblich nach oben. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kletterte zuletzt auf knapp 108 US-Dollar. Am Vortag war der Preis wegen der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Iran-Kriegs zeitweise noch unter die Marke von 100 Dollar gefallen.

Vor diesem Hintergrund waren Ölaktien die klaren Gewinner des Vormittagshandels. ENI, Repsol und BP legten jeweils rund dreieinhalb Prozent zu. Von der Aussicht auf für längere Zeit hohe Treibstoffkosten büßten hingegen Reisewerte wie Lufthansa und TUI bis zu 3,8 Prozent ein.

Noch deutlicher hinab ging es für Technologieaktien sowie andere Wachstumswerte. Siemens Energy, ASML und Infineon rutschten mit Verlusten von gut viereinhalb Prozent ans untere Euro-Stoxx-Ende.

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