
von
"Niemand kann derzeit mit Zuversicht sagen, wie gut die Verhandlungen laufen oder wie es um die Wahrscheinlichkeit eines Deals steht", fügte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, hinzu. Dies spiegelte sich auch im weiter gestiegenen Ölpreis wider. Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners, hob die starke Bedeutung der Ölpreisentwicklung für Asien hervor. "Der Preis für das hierzulande am meisten beachtete sofort verfügbare Brent-Öl ist bis auf 117 Dollar gestiegen, der Preis für in Asien gehandeltes und am Golf gefördertes Arabian Light Öl ist dagegen bis auf 148 Dollar geklettert", so Altmann. "Das zeigt, wie viel stärker Asien aktuell unter steigenden Ölpreisen leidet."
Der japanische Nikkei 225 sank um 0,27 Prozent auf 53.603,65 Punkte. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf den Anstieg der Renditen von Staatsanleihen, der zusätzlich belastet habe. In Südkorea, wo die Verluste mit über drei Prozent einmal mehr überdurchschnittlich waren, will die Regierung Staatsanleihen kaufen, um so die Volatilität am Markt zu dämpfen. Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank merkte unterdessen an, dass Südkorea vor einer strafferen Geldpolitik stehen könnte. "Der Won hat sich abgeschwächt, während steigende Ölpreise die Importkosten erhöhen und damit zusätzlichen Preisdruck erzeugen", so Stephan.
Verlusten verzeichneten auch die chinesischen Märkte. Der Hang Seng der Sonderverwaltungsregion Hongkong sank um 1,89 Prozent, während der CSI-300-Index, der die wichtigsten Aktien auf dem chinesischen Festland abbildet, um 1,32 Prozent nachgab.
Moderat waren dagegen die Abgaben in Australien. Der S&P ASX 200 schloss mit 8.525,75 Punkten nur 0,1 Prozent tiefer.
SHANGHAI - CHINA: FOTO: APA/APA/AFP/HECTOR RETAMAL