Krieg im Nahen Osten dämpft Stimmung in der US-Wirtschaft

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S&P-Einkaufsmanagerindex fällt auf 11-Monats-Tief
 © AFP, CHARLY TRIBALLEAU, APA
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Der Krieg im Nahen Osten bremst die US-Wirtschaft und schürt die Furcht vor einer anziehenden Inflation. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft fiel im März auf den niedrigsten Stand seit elf Monaten, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Unternehmensumfrage von S&P Global hervorgeht. Das Barometer – das Dienstleister und Industrie zusammenfasst – sank um 0,5 auf 51,4 Punkte. Es blieb aber über der Marke von 50, ab der es Wachstum anzeigt.

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"Die Umfrage signalisiert eine ungünstige Kombination aus langsamerem Wachstum und steigender Inflation", sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt bei S&P Global.

Der Rückgang war vor allem auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen. Die Stimmung in der Industrie verbesserte sich hingegen. Die Unternehmen meldeten insgesamt deutlich höhere Einkaufspreise. Der entsprechende Index sprang auf 63,2 Punkte von 60,0 im Februar. Als Grund dafür gilt der kriegsbedingte Anstieg der Energiekosten. Die Beschäftigung im Privatsektor ging zum ersten Mal seit 13 Monaten zurück.

Die Entwicklung dürfte die US-Notenbank Fed vor ein Dilemma stellen. Sie hatte vergangene Woche die Zinsen unverändert gelassen, rechnet jedoch mit einer höheren Inflation und plant für dieses Jahr nur noch eine einzige Zinssenkung. "Die Fed muss daher die sich verschärfenden Inflationsrisiken gegen das wachsende Risiko abwägen, dass die Konjunktur an Schwung verliert", sagte Williamson. Der am 28. Februar begonnene Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hatte die Ölpreise um mehr als 30 Prozent in die Höhe getrieben.

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