Japans Kerninflation bleibt unter Ziel der Zentralbank

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Japans Kerninflation blieb unter 2 Prozent
 © AFP, KAZUHIRO NOGI, Apa
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Die japanische Kerninflation ist im März den zweiten Monat in Folge unter dem Zielwert der Zentralbank Bank of Japan (BOJ) von zwei Prozent geblieben. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozent, wie aus am Freitag veröffentlichten Daten hervorging. Der Wert entsprach damit genau den Erwartungen von Analysten. Die Teuerungsrate hatte im Februar bei 1,6 Prozent gelegen.

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Staatliche Treibstoffsubventionen glichen den Preisdruck aus, der durch die vom Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise entstanden war. Ein weiterer Index, der neben frischen Lebensmitteln auch Treibstoffkosten ausschließt und von der Notenbank als besserer Indikator für die nachfragegesteuerte Preisentwicklung angesehen wird, stieg im März um 2,4 Prozent nach 2,5 Prozent im Februar.

Analysten gehen davon aus, dass die Inflation in den kommenden Monaten wieder über das Ziel der BOJ steigen wird. Unternehmen könnten beginnen, die höheren Treibstoffkosten infolge des Nahostkonflikts an die Verbraucher weiterzugeben. Die aktuellen Daten gehören zu den Faktoren, die die Zentralbank bei ihrer geldpolitischen Sitzung am 27. und 28. April prüfen wird. Fachleute erwarten allgemein, dass die Währungshüter dann noch auf eine Zinserhöhung verzichten, zugleich aber ihre Bereitschaft signalisieren, die Zinsen angesichts des zunehmenden Preisdrucks künftig anzuheben.

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