
von
"Der Krieg verändert auch die Lieferketten für Güter des täglichen Bedarfs und kritische Produktionsmittel", betont der IWF. Die Umleitung von Tankern und Containerschiffen erhöhe die Fracht- und Versicherungskosten und verlängere die Lieferzeiten. Flugausfälle an wichtigen Drehkreuzen am Golf beeinträchtigten den globalen Tourismus und verkomplizierten den Handel.
Staaten, Unternehmen und Verbraucher spürten bereits die Auswirkungen dieser Lieferkettenprobleme. "Da die Düngemittellieferungen - von denen etwa ein Drittel die Straße von Hormuz passiert - unterbrochen sind, wächst die Sorge um die Lebensmittelpreise." Ursache seien höhere Preise für Düngemittel und andere Vorprodukte.
Insgesamt drohen laut IWF eine weltweit steigende Inflation und ein schwächeres Wachstum. Wie stark die Auswirkungen ausfallen, hänge von Dauer, Ausweitung und Zerstörungskraft des Konflikts ab. Klar sei aber schon jetzt: Die wirtschaftlichen Risiken nehmen zu.
In Ländern, in denen die Menschen einen großen Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben - insbesondere in Afrika, Teilen des Nahen Ostens und Mittelamerika -, seien höhere Preise mit akuten sozialen und wirtschaftlichen Kosten verbunden. Aber auch in Europa würde ein weiterer energiebedingter Preisanstieg die bestehenden Belastungen durch die Lebenshaltungskosten noch verschärfen.
KHOR FAKKAN - VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE VAE: FOTO: APA/APA/AFP/GIUSEPPE CACACE
SEE CAPTION FOR MORE INFORMATION