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Die Aktie legte bereits am Vortag mit entsprechenden Medienberichten deutlich zu und notierte am Mittwoch im US-Handel 17 Prozent im Plus bei über 55 Dollar. Das bedeutet einen Börsenwert von knapp 49 Milliarden Dollar.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte als erste über eine mögliche Übernahme berichtet und gemeldet, Banken hätten für ein mögliches Geschäft rund 50 Milliarden Dollar an Finanzierung zugesagt. Selbst mit dem starken Kursanstieg der vergangenen beiden Handelstage liegt die Aktie von Paypal im laufenden Jahr rund 5 Prozent im Minus. Auf Sicht der vergangenen fünf Jahre hat sie 80 Prozent eingebüßt. Tech-Riesen wie Apple und die Google-Mutter Alphabet haben sich bei digitalen und mobilen Zahlungen mehr und mehr breitgemacht und dem einstigen Vorreiter Paypal das Wasser abgegraben.
Im Mai hatte es laut unbestätigten Informationen geheißen, das Unternehmen plane eine große Sparrunde, der in den nächsten Jahren ein Fünftel der Jobs zum Opfer fallen könnte. Das privat gehaltene Unternehmen Stripe ist ein Zahlungsabwickler, der in jüngeren Jahren dagegen zulegen konnte und seine Bewertung im Rahmen eines internen Mitarbeiter-Aktiengeschäfts im Februar laut Bloomberg auf fast 160 Milliarden Dollar steigerte. Stripe bietet vor allem digitale Zahlungstechnologie für Unternehmen an.
Der US-Konzern PayPal gehört zu den Pionieren bei digitalen Zahlungen, hat jedoch in den vergangenen Jahren angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch Anbieter wie Apple Pay und Google Pay massiv an Boden verloren. Dazu kommen auch wachsende Bemühungen in Europa, unabhängige Zahlungssysteme wie die European Payments Initiative (EPI) oder den digitalen Euro zu etablieren.
Der Börsenwert von Paypal, der 2021 in der Pandemie noch bei rund 360 Milliarden Dollar lag, fiel heuer auf ein Tief von 36 Milliarden Dollar, kletterte nun wieder etwas dank des angeblichen Kaufinteresses. Allein in den vergangenen zwölf Monaten büßte das vom aus Deutschland stammenden US-Techmilliardär Peter Thiel gegründete Unternehmen mehr als 40 Prozent seines Marktwerts ein. Um gegenzusteuern, hat der im März angetretene Konzernchef Enrique Lores einen umfassenden Umbau eingeleitet. Im April teilte er das operative Geschäft in drei Einheiten auf, darunter den Bezahldienst Venmo sowie den Bereich für Zahlungen und Kryptowährungen, um das Unternehmen wieder auf Wachstumskurs zu bringen.