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In Österreich sank die Teuerungsrate im Juli nach der zu europäischen Vergleichszwecken berechneten Rate nach vorläufiger Schnellschätzung auf 2,6 Prozent, von 3,2 Prozent im Juni.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zuletzt eine Zinspause eingelegt, nachdem sie sich im Juni mit einer Erhöhung gegen die steigende Inflation im Euroraum gestemmt hatte. Sie verfehlt ihr Ziel einer Teuerungsrate von 2,0 Prozent derzeit klar und will unbedingt vermeiden, dass der Ölpreisschock das Preisgefüge nachhaltig durcheinanderbringt: Denn die vom Iran-Krieg angeheizten hohen Energiekosten für Verbraucher und Unternehmen bergen das Risiko, dass sich Löhne und Preise gegenseitig hochschaukeln und so die Inflation weiter antreiben.
Viele Experten rechnen damit, dass die EZB schon im September weiter an der Zinsschraube drehen wird, um die Inflation einzudämmen: "Die EZB kann gegen die angebotsseitig ausgelöste Inflation zwar derzeit nicht viel tun, die Zinsen muss sie trotzdem erneut anheben. Nur so wird sie die Inflationserwartungen in Schach halten können", meint Sonja Marten, Chefvolkswirtin der DZ Bank.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV