Inflation im Euroraum steigt im Februar auf 1,9 Prozent

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Anstieg der Energiepreise übt Inflationsdruck aus
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Die Inflation im Euroraum hat bereits vor dem Ende Februar ausgebrochenen Nahost-Krieg überraschend angezogen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im vorigen Monat um durchschnittlich 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag in einer ersten Schätzzahl mitteilte. Experten hatten für Februar mit einer Stabilisierung auf dem Vormonatsniveau von 1,7 Prozent gerechnet.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent an, die als optimal für die Wirtschaft im Währungsraum gilt. Ein längerer Krieg im Nahen Osten kann nach den Worten von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane die Inflation in der Eurozone anheizen und die Wirtschaft ausbremsen. "Ein Anstieg der Energiepreise übt tendenziell Inflationsdruck aus, insbesondere kurzfristig", sagte Lane der "Financial Times". Das könne sich auch negativ auf die Konjunktur auswirken.

Der Iran hat die strategisch wichtige Straße von Hormuz für geschlossen erklärt. Die Meerenge ist das Nadelöhr des internationalen Ölhandels. Die Furcht vor einem längeren Ausfall der Lieferungen ließ die Ölpreise zu Wochenbeginn in die Höhe schnellen. Die EZB entscheidet am 19. März wieder über den Leitzins. Die Zentralbank hat ihn angesichts gesunkener Inflationsgefahr von Mitte 2024 bis Mitte 2025 in mehreren Schritten auf 2,0 Prozent halbiert und seither stillgehalten. Am Geldmarkt wird mit einer anhaltenden Zinspause gerechnet. Die Chance auf eine Zinserhöhung bis zum Jahresende wird auf 25 Prozent taxiert.

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