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Die Unternehmen bewerteten dabei ihre aktuelle Geschäftslage deutlich besser als im Vormonat. Die Erwartungen für die kommenden Monate fielen dagegen etwas schlechter aus. "Die Nachfrage aus dem EU-Raum - vor allem nach Elektrofahrzeugen - wirkt für die deutsche Autoindustrie weiterhin als stützende Kraft", sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Allerdings könnte der am Samstag durch Israel und die USA begonnene Krieg gegen den Iran auf die Stimmung durchschlagen. "Negative Auswirkungen zeichnen sich insbesondere durch steigende Ölpreise sowie zu befürchtende neue Lieferkettenprobleme ab", warnte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier, vor möglichen Folgen für die heimische Wirtschaft.
Die Auftragsbücher der Unternehmen der Autobranche füllten sich dem Ifo-Institut zufolge wieder stärker, während die Unternehmen bessere Geschäfte im Ausland erwarten. Das Barometer für die Exporterwartungen stieg von 8,5 Punkten im Jänner auf 10,8 Punkte. Die wachsende Beliebtheit von E-Autos dürfte demnach der treibende Faktor sein. "Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Pkw mit reinem Elektroantrieb (BEV) hat zum 1. Jänner 2026 erstmals die Marke von zwei Millionen Fahrzeugen überschritten", sagte Wölfl, die auf die aktuelle Bestandszählung des Kraftfahrt-Bundesamtes verwies.
Nach den Zahlen der Außenhandelsstatistik hat die Autoindustrie in Deutschland außerdem im Laufe des Jahres 2025 mehr als 40 Mrd. Euro durch den weltweiten Export an Elektro-Pkw erwirtschaftet, so die Auswertung des Ifo-Instituts. Das seien 6,5 Prozent mehr gewesen als 2024. Mehr als 50 Prozent der Exporte an Elektro-Pkw fielen dabei auf andere EU-Länder, allen voran die Niederlande, Belgien, Frankreich und Dänemark.