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Damit erreicht der Indikator für wirtschaftliche Unsicherheit den höchsten Wert seit Februar 2024. "Der Krieg im Iran hat die Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft spürbar erhöht", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Für viele Unternehmen sind die Folgen für das eigene Geschäft derzeit schwer kalkulierbar."
Besonders ausgeprägt ist die Unsicherheit in der Industrie. Dort liegt der Anteil der betroffenen Unternehmen bei 87,7 Prozent. Seit Oktober 2021 liegt dieser Wert durchgehend über 80 Prozent und spiegelt auch die anhaltenden strukturellen Herausforderungen der Branche wider. In energieintensiven Industrien ist die Unsicherheit besonders hoch: In der Chemiebranche liegt sie bei rund 95 Prozent, bei den Herstellern von Gummi- und Kunststoffwaren bei 93,9 Prozent.
Im Dienstleistungssektor legte die Unsicherheit deutlich zu. Der Anteil stieg von 66,6 Prozent auf 72 Prozent. Besonders stark waren laut Ifo Transport und Logistik betroffen. Hier berichteten 88,1 Prozent der Firmen über Planungsprobleme, nach 82,7 Prozent im Februar.
Im Handel verharrt die Unsicherheit auf einem hohen Niveau bei gut 84 Prozent. Im Baugewerbe liegt sie bei 73,4 Prozent, nach 71,9 Prozent im Vormonat. "Die Unternehmen sehen sich derzeit einer Vielzahl von Risiken gegenüber - von steigenden Energiepreisen bis hin zu möglichen Störungen in den Lieferketten", sagte Wohlrabe. "Je länger die Unsicherheit anhält, desto mehr geraten Investitionen und Wachstum unter Druck."