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"Die Einsparungen werden in erster Linie reinvestiert, ein Teil wird jedoch auch genutzt, um die Margen und die Profitabilität in der Zeit des Patentablaufs von Dolutegravir zu verbessern", sagte Konzernchef Luke Miels.
Mit dem freigewordenen Kapital will Miels die Entwicklung neuer Medikamente beschleunigen und das Krebsgeschäft stärken. Erst im Juni hatte GSK die Übernahme des US-Krebsspezialisten Nuvalent für rund acht Milliarden Pfund angekündigt. Zudem plant der Konzern Investitionen in Großbritannien, unter anderem für ein neues Forschungszentrum in Cambridge. Langfristig peilt GSK an, bis 2031 einen Jahresumsatz von mehr als 40 Milliarden Pfund zu erzielen. An der Börse kamen die Pläne gut an: Die GSK-Aktie legte am Dienstagmittag in London um gut vier Prozent zu.
Die Einschnitte, denen voraussichtlich Kosten von 2,4 Milliarden Pfund gegenüberstehen, fallen in eine Phase aktuell starker Geschäfte. "GSK hat ein weiteres Quartal mit starken Ergebnissen geliefert, wobei sich unsere wichtigsten Wachstumstreiber gut entwickelt haben", betonte Miels. Im zweiten Quartal erzielte GSK dank einer hohen Nachfrage nach Spezialmedikamenten und Impfstoffen einen unerwartet hohen bereinigten Gewinn. Der währungsbereinigte Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 8,4 Milliarden Pfund, der bereinigte Betriebsgewinn stieg um sieben Prozent auf 2,8 Milliarden Pfund. Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Konzern nun Wachstumsraten in der oberen Hälfte der bisherigen Prognosespannen an.
Unbereinigt verbuchte GSK im zweiten Quartal jedoch einen massiven Gewinnrückgang. Der ausgewiesene Betriebsgewinn brach um 75 Prozent auf 481 Millionen Pfund ein. Grund dafür waren Abschreibungen von 1,3 Milliarden Pfund im Zusammenhang mit dem Medikamentenkandidaten Camlipixant. GSK hatte nach enttäuschenden Studienergebnissen entschieden, die Entwicklung des Mittels gegen chronischen Husten einzustellen.