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Allein "Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anpassung einzelner Projekte im Bereich der Elektromobilität" machten 207 Mio. Euro aus, weitere 136 Mio. Euro entfielen auf zivilrechtliche Klagen gegen Scania und MAN im Zusammenhang mit dem europäischen Lkw-Kartell. Der Rest entfällt auf Abfertigungen und Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Standorts.
Um diese Einmaleffekte bereinigt, lag der Gewinn mit 582 Mio. Euro um rund zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau. Traton verwies hier insbesondere auf die Zollkosten in den USA, die im Vorjahr noch nicht angefallen waren. Abgemildert worden sei der Rückgang durch Einsparungen. Der Umsatz schrumpfte zugleich um vier Prozent auf 10,23 Mrd. Euro. Entsprechend sank die Rendite um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Traton-Finanzchef Michael Jackstein sagte, sein Unternehmen begegne dem anhaltend schwierigen Marktumfeld weiterhin mit strikter Kostendisziplin.
Traton rechnet mit anziehenden Geschäften
Für die kommenden Quartale zeigte sich Traton jedoch zuversichtlich und hält an seiner Prognose fest. Dabei spielte insbesondere der höhere Auftragseingang eine Rolle. Von Jänner bis März gingen insgesamt Bestellungen über 87.800 Fahrzeuge der Marken MAN, Scania, International und Volkswagen Truck & Bus ein, das ist fast ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Traton-Chef Christian Levin verwies insbesondere auf ein besseres Geschäft mit schweren Lastwagen in den USA. "Auch die Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen nimmt weiter Fahrt auf."
FRANKFURT AM MAIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/BORIS ROESSLER
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