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Für das Ende Mai auslaufende Geschäftsjahr rechnet die Firma nun mit einem bereinigten Gewinn zwischen 19,30 und 20,10 Dollar je Aktie. Zuvor waren 17,80 bis 19,00 Dollar in Aussicht gestellt worden. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge 18,69 Dollar prognostiziert. Beim Umsatz erwartet das Management nun ein Wachstum von 6,0 bis 6,5 Prozent. Die Aktien des Unternehmens legten im nachbörslichen Handel um acht Prozent zu. FedEx profitierte von höheren Preisen, einem gestiegenen Paketaufkommen in den USA sowie laufenden Sparmaßnahmen.
Die neue Prognose setze jedoch voraus, dass es zu keinen weiteren geopolitischen Verwerfungen komme, erklärte FedEx. Die Auswirkungen des US-israelischen Krieges gegen den Iran, der zu höheren Luftfrachtraten und umgeleiteten Flügen geführt hat, könnten das Ergebnis im vierten Quartal belasten. Etwa acht Prozent des internationalen Exportvolumens von FedEx fließen Analysten zufolge durch Knotenpunkte in der Region.
Zudem musste der Konzern im Winterquartal unerwartete Kosten für den Ersatz seiner MD-11-Flotte von Boeing stemmen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte die Maschinen nach einem tödlichen Absturz eines UPS-Frachters im November 2025 mit einem Startverbot belegt. FedEx geht davon aus, dass seine 28 Flugzeuge dieses Typs bis Ende Mai wieder einsatzbereit sind. Der Konzern befindet sich in einem mehrjährigen Umbau, der milliardenschwere Einsparungen und die Abspaltung der Lkw-Sparte zum 1. Juni vorsieht. An der Börse hatte FedEx Anfang des Monats den Rivalen UPS beim Marktwert überholt.