EZB-Vize für vorsichtiges Vorgehen bei Zinsen

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De Guindos: "Kühlen Kopf bewahren"
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In der Europäischen Zentralbank (EZB) mehren sich die Stimmen, die ein vorsichtiges Vorgehen als Reaktion auf den Ölpreisschock fordern. EZB-Vizechef Luis de Guindos sagte am Dienstag, es gelte bei der Zinspolitik einen kühlen Kopf zu bewahren. Man müsse die Daten in einem Umfeld "enormer Unsicherheit" analysieren. Ähnlich hatte sich auch der finnische Notenbankchef Olli Rehn jüngst geäußert.

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EZB-Chefin Christine Lagarde betont zwar die grundsätzliche Handlungsbereitschaft der Zentralbank. Sollte der Nahost-Konflikt allerdings rasch beigelegt werden, wird der direkte Energiepreisschock aus ihrer Sicht unter Umständen "am unteren Ende der Erwartungen" liegen. Und damit könnten auch die wirtschaftlichen Auswirkungen in Grenzen gehalten werden. Die Aussichten blieben jedoch ungewiss, und negativere Entwicklungen seien nach wie vor möglich, warnte Lagarde am Montagabend in Berlin.

Im Krieg zwischen den USA und dem Iran deutete sich kurz vor Ablauf der Waffenruhe eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche an. Die US-Regierung zeigte sich zuversichtlich, dass die Verhandlungen am Mittwoch in Pakistan fortgesetzt würden.

Anhebung der Zinsen eher im Juni

Die Finanzmärkte sehen derzeit nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der EZB auf der Sitzung Ende des Monats. Eine Anhebung könnte aus Sicht vieler Händler eher im Juni beschlossen werden. Dann wird die EZB auch ihre aktualisierten Projektionen zum Wirtschaftswachstum und zur Inflation vorlegen. Derzeit liegt der Leitzins bei 2,0 Prozent.

ATHENS - GRIECHENLAND: FOTO: APA/APA/AFP/ARIS OIKONOMOU

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