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Die für die Zinspolitik wichtige Geldmenge M3 stieg ebenfalls um 3,0 Prozent. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten ein Plus von 3,2 Prozent erwartet. M3 umfasst Bargeld, Einlagen auf Girokonten sowie Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen. Die Daten zu dieser Geldmenge können Hinweise auf die Inflationsentwicklung geben und gelten damit als ein relevanter Indikator.
März dürfte steigende Inflationsraten bringen
Die Teuerungsrate in der Eurozone war im Februar mit 1,9 Prozent unter die Zwei-Prozent-Marke gerutscht, die von der Europäischen Zentralbank auf mittlere Frist als ideal für die Wirtschaft angesehen wird. Für März wird jedoch ein Anziehen der Inflation wegen des Ölpreisanstiegs im Zuge des Nahost-Konflikts erwartet.
Laut Deutschlands Bundesbankchef Joachim Nagel ist die EZB mit einer Situation konfrontiert, in der die Inflationsgefahren angesichts des anhaltenden Iran-Krieges mit jedem Tag zunehmen. "Das, was uns geldpolitisch besonders interessiert, ist, wie sich die mittelfristigen Inflationserwartungen weiter bilden werden", sagte er Reuters. Und die Lage werde stark durch die Kriegswirren bestimmt: "Je früher dieser Krieg endet, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir geldpolitisch etwas tun müssen."
Der EZB-Rat beließ den Leitzins zuletzt bei 2,0 Prozent. Zugleich zeigten sich die Währungshüter wegen des Ölpreisschocks alarmiert: Durch höhere Energiepreise werde sich der Ende Februar ausgebrochene Iran-Krieg auf kurze Frist "erheblich" auf die Inflation auswirken, warnte die Notenbank. An den Finanzmärkten wird auf eine nahende Zinserhöhung spekuliert.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Fernando Gutierrez-Juarez