Europas Leitbörsen weiter erholt, Euro-Stoxx-50 plus 0,5%

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 © Arne Dedert, dpa, APA
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Europas wichtigste Börsen haben am Dienstag an die Stabilisierung vom Wochenstart angeknüpft. Der Handel steht weiterhin im Zeichen des Iran-Kriegs und der Sorgen rund um die gesperrte Straße von Hormuz. Laut einem Marktbeobachter versuchen Anleger jedoch, die aktuellen Spannungen auf der Suche nach einer Einstiegsgelegenheit auszublenden.

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Zum Handelsende stand der Euro-Stoxx-50 mit 0,53 Prozent im Plus auf 5.769,25 Punkten. In Frankfurt schloss der DAX um 0,71 Prozent fester bei 23.730,92 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,83 Prozent auf 10.403,60 Einheiten.

Der Blick der Anleger ist unverändert auf den Iran-Krieg und die damit betroffenen Ölpreise gerichtet. So tendiert der Mai-Kontrakt der Rohölsorte Brent seit Wochenbeginn in etwa in der Preisspanne von 100 bis 105 US-Dollar. Vor dem Angriff auf den Iran hatte der Preis bei rund 70 Dollar gelegen. Der starke Energiepreisanstieg sowie die Sorge vor Engpässen bei weiteren Exportgütern aus der Region, etwa Düngemitteln, schüren wiederum Inflations- und Konjunktursorgen.

Die ungewisse Lage zeigte sich auch in neuen Daten. "Der überraschend kräftige Rücksetzer des ZEW-Index im März spiegelt die hohe Unsicherheitswahrnehmung, ausgehend vom militärischen Schlagabtausch im Nahen Osten, wider", stellte Volkswirt Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research fest. Der Iran-Krieg hatte zu einem Einbruch der ZEW-Konjunkturerwartungen geführt. Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW sank gegenüber dem Vormonat um 58,8 Punkte auf minus 0,5 Punkte.

Die größten Gewinne verzeichneten Versorger und Ölwerte, die vom Anstieg der Energiepreise profitierten. Zudem hob die britische Bank Barclays bei mehreren Ölaktien die Kursziele an. Wie viele Analysten gehen auch die Barclays-Experten davon aus, dass sich die Ölpreise selbst im Falle einer Entspannung im Nahen Osten auf einem höheren Niveau als vor dem Krieg einpendeln dürften.

Gefragt waren aber auch zuletzt gebeutelte zyklische Branchen wie Banken, Automobilwerte und Bauaktien. Zu den stärkeren Sektoren gehörten zudem die Versicherer. Laut Marktbeobachtern könnten die Rückversicherer bei einer länger anhaltenden Krise höhere Preise für kommerzielle Risiken verlangen. Munich Re legten um 2,5 Prozent zu, Swiss Re sogar um 3,2 Prozent.

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