Europas Leitbörsen uneinheitlich, Euro-Stoxx-50 minus 0,43%

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DAX und FTSE-100 im Plus
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Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag uneinheitlich ins Wochenende verabschiedet. Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets sprach von Kaufzurückhaltung: "Die Investoren stellen sich vor dem nahenden Wochenende lieber an die Seitenlinien." Im Verlauf standen international vor allem die veröffentlichten US-Inflationszahlen im Fokus.

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Der Eurozone-Leitindex Euro-Stoxx-50 verlor zum Sitzungsende 0,43 Prozent auf 5.985,23 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX mit plus 0,25 Prozent bei 24.914,88 Zählern. Außerhalb der Eurozone verbesserte sich der britische Leitindex FTSE-100 um 0,42 Prozent auf 10.446,35 Zähler.

In den USA sind die Verbraucherpreise im Jänner etwas geringer als von Volkswirten im Vorfeld erwartet angewachsen. Die Verbraucherpreise stiegen im Jänner um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, Volkswirte hatten mit 2,5 Prozent gerechnet, nach einer Teuerungsrate von 2,7 Prozent im Dezember.

Die Inflationszahlen sind von besonderer Bedeutung für den Spielraum der US-Notenbank Fed, um die Zinsen weiter zu senken. Infolge unterschiedlicher Wirtschaftsdaten hatten schwankende Zinssenkungserwartungen zuletzt zur Unruhe an den Börsen beigetragen. Laut der Helaba war die Inflation zuletzt zu hoch.

An der Spitze der Einzelsektoren standen in Europa die Technologiewerte. Gewinne der Schwergewichte Infineon und SAP stützten. Aktien des IT-Dienstleisters Capgemini zogen nach Zahlen um 5,6 Prozent an.

Schwächste Branche waren die Bankentitel. Societe Generale büßten 5,4 Prozent an Kurswert ein. Commerzbank-Titel kamen um 5,7 Prozent zurück. Die Titel der Bank Austria-Mutter UniCredit fielen um 3,8 Prozent.

Die Akzente unter den Industriewerten setzten Safran. Der französische Triebwerkshersteller verspricht sich vom Rüstungsboom und der anziehenden Nachfrage von Flugzeugbauern deutliche Gewinnsteigerungen in den kommenden Jahren. Das kam am Markt gut an. Die Aktie gewann 8,3 Prozent und kletterte im Verlauf auf ein Rekordhoch.

Weniger gut kam dagegen das Zahlenwerk eines anderen französischen Standardwertes an: Der Kosmetikkonzern L'Oreal war im vierten Quartal moderater als erwartet gewachsen. Das Geschäft in China blieb schwierig und das Luxusgeschäft schwächelte etwas. Die Aktie büßte 4,9 Prozent ein.

Im nachgebenden Rohstoffsektor fielen Norsk Hydro um fast sechs Prozent. Die Zahlen des norwegischen Aluminiumproduzenten waren nach Ansicht der Analysten von Jefferies zwar besser als erwartet ausgefallen, der Ausblick gestalte sich aber nur durchwachsen.

Ihren jüngsten Kursrutsch verstärkten die Titel von Delivery Hero wegen enttäuschender Zahlen der Nahost-Tochter Talabat mit minus vier Prozent. Der Kurs des Essenslieferdienstes sackte kurzfristig erstmals seit Dezember wieder unter die 20-Euro-Marke.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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