Europas Leitbörsen uneinheitlich, Euro-Stoxx-50 +0,35%

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Technologiewerte sehr stark nach guten TSMC-Zahlen
 © APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON
©APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
An den europäischen Leitbörsen haben sich die Indizes am Donnerstagvormittag uneinheitlich präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich bis etwa 10.15 Uhr um 0,35 Prozent auf 6.025 Punkte.

von

In Frankfurt gab der DAX 0,17 Prozent auf 25.243 Einheiten ab. Deutschland ist knapp am dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum vorbeigeschrammt und hofft nun auf einen von staatlichen Milliardeninvestitionen getragenen Aufschwung. Für 2025 errechnete das Statistische Bundesamt auf vorläufiger Basis ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent.

In London verbesserte sich der FTSE-100 nach guten Wirtschaftszahlen um 0,18 Prozent auf 10.202 Einheiten. Die britische Wirtschaft ist im November überraschend stark gewachsen. Im Monatsvergleich ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent gestiegen, wie das Statistikamt ONS in London mitteilte. Im Oktober war die zweitgrößte europäische Volkswirtschaft noch leicht geschrumpft, nachdem sich die konjunkturelle Entwicklung über den gesamten Sommer hinweg eher schwach gezeigt hatte. Analysten hatten im November einen Anstieg der Wirtschaftsleistung erwartet. Sie waren aber im Schnitt nur von einem Wachstum von 0,1 Prozent ausgegangen.

Deutlich nach oben ging es in einer Branchenbetrachtung vor allem mit den Technologiewerten. Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) übertraf mit ihren Zahlen zum Schlussquartal 2025 die Erwartungen mit einem starken Gewinnwachstum und sorgte damit für gute Stimmung im Techbereich. Zudem erwartet der weltweit führende Auftragsfertiger von Chips 2026 hohe Investitionen und zeigte sich auch optimistisch für das erste Quartal. Das bestätige die optimistischen Signale von Chipdesignern hinsichtlich der Nachfrage nach KI-Hardware, hieß es am Markt.

In Europa zogen die Titel ASM International um fast neun Prozent hoch. BE Semiconductor kletterten sechs Prozent in die Höhe. Beim Schwergewicht ASML gab es ein Plus von fast fünf Prozent zu verbuchen.

Schwächster Sektor war hingegen die Automobilbranche. Hier bremsten die Titel von Porsche Vorzüge und Mercedes jeweils um mindestens zwei Prozent.

Die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit hat in einer Presseaussendung Medienberichte dementiert, wonach sie den Einstieg beim Geldhaus Monte dei Paschi di Siena (MPS) plane. Die UniCredit-Titel legten 1,2 Prozent zu.

Die Aktien der Billigflieger Easyjet und Ryanair sind nach einer aktuellen Einschätzung von Deutsche Bank Research auseinandergedriftet. Während Easyjet ihre jüngste Korrektur bis an ihr Dezember-Tief fortsetzten, legten Ryanair recht deutlich zu.

Analyst Jaime Rowbotham befürchtet, dass Easyjet-Aktien vor einem weiteren Jahr relativer Schwäche stehen, und sprach eine Verkaufsempfehlung aus. Er rechnet mit einer verlangsamten Flugticket-Nachfrage und glaubt daher an eine schwierige Zeit im Billigsegment. Konkurrenten wie Ryanair mit niedrigeren Stückkosten seien in diesem Umfeld im Vorteil. Hier hob Rowbotham sogar sein Kursziel und blieb auf "Buy".

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

Über die Autoren

Logo