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Dies sei das Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Lage bleibt jedoch angespannt, denn der Iran konterte die Hoffnung umgehend mit der Aussage, es gebe keine Gespräche.
Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 schloss mit einem Plus von 1,33 Prozent auf 5.574 Einheiten. Der DAX kletterte in Frankfurt 1,22 Prozent auf 22.654 Punkte nach oben. In London gab der FTSE-100 hingegen 0,24 Prozent auf 9.894,15 Einheiten ab.
Die abrupte Trendwende an den Börsen schlug sich auch in den Ölpreisen sowie der Kursentwicklung einiger der vorherigen Branchenverlierer nieder. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent sackte um sieben Prozent deutlich ab auf zuletzt knapp 102 US-Dollar.
Die vor den Trump-Aussagen gebeutelten europäischen Rohstofftitel schüttelten ihre Kursverluste ab und drehten deutlich ins Plus. Starke Zuwächse gab es bei den Sektoren Technologie, Reise und Baustoffe zu beobachten. Unter Verkaufsdruck standen hingegen Immobilien- und Öltitel.
Im Technologiebereich zogen die ASML-Titel um 4,2 Prozent hoch. Infineon-Papiere gewannen 2,2 Prozent. In der Reisebranche kletterten Tui-Titel 3,5 Prozent hoch und Lufthansa gewannen 3,4 Prozent an Höhe. Belastet von tieferen Rohölnotierungen sackten Repsol um 6,5 Prozent ab.
Titel von Telecom Italia (TIM) waren mit einem Anstieg um 4,7 Prozent positiv auffällig, weil das mehrheitlich in Staatshand liegende Post- und Finanzunternehmen Poste Italiane mit einem fast elf Milliarden Euro umfassenden Gebot die vollständige Kontrolle übernehmen will. Dieses lastete umso schwerer auf den Aktien des Bieters, die um fast sieben Prozent absackten.
Mit minus 0,3 Prozent entwickelten sich die Aktien von Danone nach der Nachricht, dass der Milchproduktekonzern den Proteinprodukt-Hersteller Huel übernehmen will.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND