Europas Börsen am Donnerstag tiefer, Euro-Stoxx-50 -1,94 %

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Techtitel, Bankenwerte und Bergbauaktien unter Druck
 © AFP, LUDOVIC MARIN, Apa
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Europas Börsen sind am Donnerstag mit starken Abgaben aus dem Handel gegangen. Quartalsberichte großer US-Techkonzerne trübten die Stimmung weltweit. Wegen eines Angriffs auf ein Ölfeld in Saudi-Arabien stiegen außerdem die Ölpreise erneut deutlich, was Anleger defensiv reagieren ließ.

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Der Euro-Stoxx-50 verlor deutliche 1,94 Prozent auf 6.087,01 Punkte. In Frankfurt notierte der DAX um 1,07 Prozent schwächer bei 25.371,75 Zählern. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um moderatere 0,26 Prozent auf 10.725,03 Einheiten.

Die Reaktion der Einzelwerte auf neue Zahlen war nicht so stark wie am Vortag. Ausnahme waren die Aktien von Hermes, die um fast fünf Prozent fielen. Nach Ansicht der Analysten von Bernstein unterstrichen die Quartalszahlen das schwierige Marktumfeld. Die Experten von RBC sprachen von einem durchwachsenen Zahlenwerk, wobei der Umsatz unter den Erwartungen geblieben sei. Das belastete auch andere Werte des Sektors wie Kering und LVMH.

Technologiewerte litten unter den Entwicklungen in Asien und am Nachmittag in den USA. Die Aktien von ASML sanken um fünf Prozent. SAP konnten dagegen im durchgerüttelten Sektor nach Zahlen um 3,2 Prozent zulegen. Bei Nokia kam es trotz solider Zahlen zu Abgaben. Die Analysten von Oddo lobten zwar das Zahlenwerk, vermissten aber eine erhöhte Prognose. Nokia büßten 9,7 Prozent ein.

Ebenfalls klar im Minus schlossen Bergbauwerte. So verloren Antofagasta, Anglo American und Fresnillo zwischen 5,6 und 6,5 Prozent an Boden. Auch Banken verbuchten teils deutliche Verlusten.

Stattdessen hielten sich Anleger an defensive Sektoren. So lagen Nahrungsmittelwerte vorne, darunter Nestle. Der Nahrungsmittelkonzern hatte die Erwartungen von Analysten geschlagen. Bei JPMorgan sieht man Nestle nach vier Jahren mit praktisch stagnierendem Mengenwachstum auf dem "Weg zu einer nachhaltigen Erholung". Die Aktie gewann 1,1 Prozent und näherte sich damit den Jahreshochs.

Auch Pharmawerte waren gefragt. UCB steigerten sich in Belgien um 21,6 Prozent. Gestützt hat hier laut Marktbeobachtern eine Prognoseerhöhung. Dagegen stagnierten Roche mit plus 0,03 Prozent. Mit seinen Umsatzzahlen für die ersten neun Monate hatte der Pharmakonzern im Rahmen der eigenen Ziele abgeschnitten. Entsprechend hatte das Management denn auch die bisherigen Ziele für das Gesamtjahr bestätigt. Aktien von Argenx sanken um 0,4 Prozent. Das Biotechnologieunternehmen hatte mit seinem operativen Gewinn die Schätzungen verfehlt.

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