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Der Euro-Stoxx-50 gewann in der ersten Handelsstunde 1,07 Prozent auf 6.412,35 Punkte und kletterte somit bis auf wenige Punkte an sein Rekordhoch vom Monatsanfang heran. In Frankfurt notierte der DAX um 0,90 Prozent fester bei 25.843,44 Zählern. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,76 Prozent auf 10.980,20 Einheiten.
Aktienstratege Mislav Matejka von JPMorgan hob die bisher gut laufende Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks hervor. Das Gewinnwachstum sei besser als am Markt erwartet. Alle Sektoren in den USA und fast alle in Europa zeigten ein im Vergleich zum Vorjahresquartal höheres Wachstum beim Ergebnis je Aktie.
Wie in den USA und Asien legten auch an den europäischen Börsen vor allem Technologieaktien wieder spürbar zu, wobei vor allem auf starke Vorgaben von US-Techgiganten verwiesen wurde. Dort hatten jüngst erst Microsoft und am Vorabend nach Börsenschluss dann auch Amazon mit ihren Quartalsberichten überzeugt. Infineon zogen nahe der Euro-Stoxx-Spitze um 6,4 Prozent an.
Überboten wurden die Chipaktien vom französischen Baustoffkonzern Saint-Gobain, dessen Papiere 6,9 Prozent zulegten. Saint-Gobain habe die Erwartungen im zweiten Quartal auf breiter Basis übertroffen, schrieb Oliver Dyson von der kanadischen Bank RBC.
Gemischt fiel die Reaktion auf Zahlen zweier französischer Finanzunternehmen aus. Titel der Bank Credit Agricole zogen um 3,5 Prozent an, während Papiere des Versicherers AXA auf der Stelle traten.
Die mit Abstand schwächste Branche waren Medienwerte. Aktien von Universal Music brachen um 23 Prozent ein und markierten den tiefsten Stand seit der erstmaligen Notierung des Wertes 2021. Die Reaktion auf die Zahlen zum zweiten Quartal war ausgesprochen negativ. Das Umsatzwachstum der Abonnenten war hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der weltgrößte Musikkonzern hatte bereinigt um Akquisitionen eine anhaltende Wachstumsabschwächung verzeichnet. Zudem hatte der operative Gewinn (Ebitda) die Erwartungen verfehlt.