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In New York wurden am Dienstagabend an der Nasdaq und beim S&P-500 neue Rekordhochs markiert. Dies konnte diesseits des Atlantiks aber nicht beflügeln. Angesichts der anstehenden Saison der Quartalsbilanzen halten sich Investoren in Europa jedoch mit Aktienengagements zurück. Hohe Ölpreise und die trotz einer jüngsten Entspannung noch immer hohen Renditen an den Anleihemärkten, insbesondere französischer Staatspapiere, verunsichern. Die von den Staatsschulden in Europa ausgehenden Risiken würden noch immer unterschätzt, hieß es von der Privatbank Merck Finck.
Eine Branchenbetrachtung in Europa präsentierte den Autosektor als stärksten Bereich. Hier beflügelte eine Meldung über Schutzmaßnahmen für die Branche. Die EU bereitet temporäre Importbeschränkungen für chinesische Hybridautos vor. Die Aktien von Renault beschleunigten daraufhin um mehr als vier Prozent. Bei Stellantis ging es um 3,7 Prozent nach oben. Volkswagen gewannen 2,3 Prozent.
Porsche-Papiere legten mit Aussagen auf dem Kapitalmarkttag des Sportwagenbauers 1,8 Prozent zu. Positiv wertete ein Experte von JPMorgan in einer ersten Reaktion vor allem die geplante Erwirtschaftung von operativen Barmitteln (Cash). Diese untermauere zukünftige Ausschüttungen an die Aktionäre. Der Experte schätzt, dass sich der Cashflow aus dem operativen Geschäft von gut 3,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr bis zum Jahr 2028 nahezu verdoppelt auf gut 7 Milliarden Euro.
Als schwächste Sektoren etablierten sich im Frühhandel Banken- und Technologiewerte. Societe Generale ermäßigten sich um 2,8 Prozent. Die Titel der Bank-Austria-Mutter UniCredit fielen um zwei Prozent.
Unter den Techtitel rasselten BE Semiconductor um mehr als fünf Prozent nach unten. Infineon schwächten sich um 3,3 Prozent ab und ASM International fielen um drei Prozent. Gewinnmitnahmen prägten hier im Sektor das Geschehen. Experte Lipkow sprach angesichts bevorstehender Quartalszahlen etwa aus Asien von Unsicherheit, "ob große Technologieunternehmen wie Samsung und SK Hynix die hohen Erwartungen der Anleger tatsächlich erfüllen können."
LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON