Europas Leitbörsen schließen wenig bewegt - Warten auf Fed

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Puma-Aktien legen 9 Prozent zu
 © APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON
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An Europas wichtigsten Börsen gab es am Dienstag nur wenig Bewegung. Viele Anleger dürften derzeit die zur Wochenmitte anstehende Leitzinsentscheidung der US-Notenbank sowie die ebenfalls bald kommenden Quartalsbilanzen wichtiger US-Tech-Konzerne abwarten. Die meisten Börsenindizes schlossen mit leichten Gewinnen.

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Der Euro-Stoxx-50 beendete den Tag mit einem Plus von 0,62 Prozent bei 5.994,59 Punkten. Der britische FTSE legte 0,58 Prozent auf 10.207,80 Zähler zu. Ein knappes Minus gab es hingegen in Frankfurt. Der deutsche Leitindex DAX fiel um 0,15 Prozent auf 24.894,44 Punkte.

Die meisten Marktexperten erwarten von der bald anstehenden Fed-Zinsentscheidung keine Änderung der Leitzinsen. "Eine weitere Zinssenkung wird es voraussichtlich erst unter einem neuen Fed-Chef geben, nachdem die vierjährige Amtszeit des amtierenden Fed-Vorsitzenden Jerome Powell im Mai endet", erwartet Volkswirt Felix Schmidt von der Berenberg Bank.

Gut gesucht waren einige Bankwerte. Der Branchenindex Stoxx 600 Banks erreichte am Dienstag den höchsten Stand seit 2008. Er setzte damit den Aufwärtstrend der vergangenen Monate fort.

Zu den Aktien im Rampenlicht zählten am Dienstag Puma. Der Einstieg des chinesischen Sportartikelkonzerns Anta bei dem Sportartikelhersteller trieb die Puma-Aktien zeitweise um bis zu 21 Prozent in die Höhe. Danach bröckelte der Gewinn wieder ab und die Aktien schlossen mit einem Plus von 9,0 Prozent.

Der chinesische Konzern Anta, zu dem Marken wie Atomic, Fila, Jack Wolfskin, Salomon oder Wilson gehören, übernimmt den 29-prozentigen Anteil von der französischen Milliardärsfamilie Pinault für insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro oder 35 Euro je Puma-Aktie. Der Preis liegt damit fast 62 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag. Anta zahle für den Anteil eine eindrucksvolle Prämie, kommentierte Jefferies-Analyst James Grzinic.

SAP-Aktien rückten im Verlauf des Nachmittags in den Blick und gaben um 2,7 Prozent nach. Vor dem am Donnerstag anstehenden Quartals- und Jahresbericht umtreibt die Sorge die Anleger. So kamen Eckzahlen der Sage Group aus London nicht gut am Markt an. Das US-Analysehaus Jefferies fand zwar lobende Worte, wies jedoch darauf hin, dass die Briten mit den Erlösen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz noch am Anfang stünden. Zu Europas größtem Softwarehersteller SAP äußerten sich zudem Analysten am Dienstag kritisch.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/THOMAS SAMSON

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