
von
Investoren erhoffen sich von der in der Nacht auf Mittwoch angesetzten Rede von Donald Trump Hinweise auf die künftige Zollpolitik der US-Regierung. "Es könnte sein, dass wir mehr erfahren über die nächsten Schritte in puncto Zölle", schrieb Jim Reid von der Deutschen Bank. Der Stratege schließt nicht aus, dass unterm Strich die Höhe der Zölle in diesem Jahr zurückgeht, verglichen mit dem Vorjahr.
Nachdem der Oberste US-Gerichtshof einen Teil von Trumps Zöllen vergangene Woche gekippt hatte, ist weiter unklar, inwieweit Rückzahlungen anstehen. Mittlerweile sind neue weltweit geltende US-Zölle in Höhe von 10 Prozent in Kraft getreten. US-Präsident Donald Trump hatte bereits am vergangenen Freitag eine entsprechende Ausführungsbestimmung unterzeichnet, die um Mitternacht in Kraft getreten ist.
Unternehmensseitig sorgte die Berichtssaison wieder für Nachrichten. Die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) verloren nach Meldung von Ergebnissen 7,5 Prozent. Der Dialyseanbieter berichtete zwar für 2025 einen Gewinnsprung und schnitt damit einem Händler zufolge ein wenig besser als erwartet ab. Analysten bemängelten aber die Gewinnaussichten für 2026.
Aktien des Triebwerksbauers MTU brachen nach Zahlen um 6,6 Prozent ein. Die Anleger überzeugte weder ein kräftiger Gewinnsprung noch die überraschend deutliche Dividendenanhebung. Analysten stießen sich etwas am freien Barmittelfluss.
Ergebnisse meldete auch die spanische Telefonica. Der spanische Telekomkonzern hat Umsatz und operativen Gewinn im Schlussquartal gesteigert. Der Konzern profitierte dabei vom Wachstum in Spanien und Brasilien. An der Börse legten Telefonica-Aktien nur leicht um 0,1 Prozent zu.