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Nachdem ein anfänglicher Stabilisierungsversuch gescheitert war, verlor der Euro-Stoxx-50 letztlich 0,88 Prozent auf 5.930,25 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,60 Prozent schwächer bei 24.270,87 Zählern. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 1,05 Prozent auf 10.498,09 Einheiten.
Eine Fortsetzung der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA kurz vor dem Auslaufen der Waffenruhe an diesem Mittwoch bleibt weiter ungewiss. US-Präsident Donald Trump schloss jedoch eine Verlängerung der Feuerpause aus und drohte bei einem Scheitern der Gespräche mit neuen Militärschlägen. Zudem enterte das US-Militär einen mit dem Iran in Verbindung stehenden Öltanker in internationalen Gewässern. Die Ölpreise legten vor diesem Hintergrund wieder zu.
Nach monatelangen Erwägungen hat der Mischkonzern AB Foods seine Aufspaltung beschlossen. Die Briten wollen die Modekette Primark nun definitiv von ihren Lebensmittelaktivitäten abspalten, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Künftig sollen beide Unternehmen separat an der Börse gelistet werden. Derweil hat das schwierige wirtschaftliche Umfeld AB Foods in seinem ersten Geschäftshalbjahr einen kräftigen Gewinnrückgang eingebrockt. AB Foods verloren in London 2,7 Prozent.
Im Rüstungssektor gaben Thales nach Umsatzzahlen zum ersten Quartal um 5,9 Prozent nach. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einer durchwachsenen Entwicklung. Aktien der ebenfalls im Rüstungssegment tätigen französischen Safran sanken um 6,8 Prozent. Das Analysehaus Jefferies hatte den Wert von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 350 auf 310 Euro gesenkt.
Airbus stärkt inzwischen seine Rüstungs- und Raumfahrt-Sparte mit dem französischen Cybersicherheitsspezialisten Quarkslab. Die Anleger honorierten den Zukauf noch nicht, zudem wurden die Aktien ex Dividende gehandelt. Die Airbus-Papiere fielen in Paris um 3,3 Prozent.
Die Anteile von Beiersdorf fielen nach Umsatzzahlen um 3,5 Prozent. Der Konsumgüterkonzern habe die bereits gedämpften Erwartungen verfehlt, hieß es von der kanadischen Bank RBC mit Verweis auf das überraschend schwache Wachstum der Marke Nivea.