Europas Börsen wenig verändert, Euro-Stoxx-50 +0,06%

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Hohe Anleiherenditen in Euroraum-Ländern sorgen für Zurückhaltung
 © AFP, XAVIER GALIANA, Apa
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Die wichtigsten Börsen in Europa haben am Montag wenig verändert geschlossen. Zum Wochenauftakt haben die weiterhin hohen Ölpreise etwas belastet. Auf der Hut sind Marktteilnehmer zudem wegen der gestiegenen Anleiherenditen in einigen Ländern Europas, etwa Frankreich. Die politische Unsicherheit in Deutschland, Frankreich und Spanien sorgte zusätzlich für Zurückhaltung.

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Der Leitindex der Eurozone, der Euro-Stoxx-50, legte knappe 0,06 Prozent auf 6.242,14 Punkte zu. Der DAX verbesserte sich ebenfalls um dünne 0,09 Prozent auf 25.254,21 Zähler. Der britische FTSE-100 gewann um 0,34 Prozent auf 10.497,94 Punkte.

Mit Blick auf die Euroregion belasten unverändert die hohen Renditen französischer Staatsanleihen, wie Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets sagte. Sie spiegeln das Misstrauen hinsichtlich der französischen Fiskalpolitik und der hohen Staatsverschuldung wider. Auch die Lage in Spanien bereitet Sorgen. Dort kündigte der linke Regierungschef Pedro Sánchez nach dem Scheitern seiner Dekrete zur Bekämpfung der Wohnungsnot vorgezogene Neuwahlen an. Die hohen Energiepreise halten laut Marktanalyst Lipkow zudem die Inflationssorgen am Leben und belasten über steigende Benzinpreise zunehmend den privaten Konsum.

Mit Blick auf die Branchen in Europa war die der Industriegüter Schlusslicht, während Banken, Chemiewerte und Energiewerte favorisiert wurde. Kursbewegend waren Neuigkeiten zu einzelnen Unternehmen. So brachen Schneider Electric nach der Ankündigung eines Übernahmevorhabens am Ende des Euro-Stoxx mit einem Abschlag von zehn Prozent so kräftig ein wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr.

Der französische Elektrotechnikkonzern unterzeichnete eine verbindliche Vereinbarung über den Zukauf des US-Softwareunternehmens PTC in Höhe von 20,1 Milliarden Euro. Da die Bewertung von Industrie-Software-Assets aufgrund von Bedenken hinsichtlich KI weiter unter Druck steht, kam dies am Markt nicht gut an. Zwar hält RBC-Analyst Mark Fielding selbst derlei Sorgen weitgehend für unbegründet, dennoch werde Schneider dadurch stärker mit dieser Problematik konfrontiert sein, schrieb er. Software-Unternehmen wie etwa die französische Dassault Systemes mit plus 3,7 Prozent dagegen legten anlässlich der Übernahmepläne zu.

Air Liquide gewannen nach deutlicheren Verlaufsgewinnen zum Sitzungsende nur mehr 0,4 Prozent. Der Industriegasehersteller und Anlagenbauer gab bekannt, er wolle in den kommenden zwei Jahren Aktien zurückkaufen. Zudem liegen die anlässlich des Kapitalmarkttages avisierten Ziele bis 2030 teilweise über den Analystenerwartungen.

Zusätzlich in der Chemiebranche zogen Givaudan mit plus 0,6 Prozent Aufmerksamkeit auf sich. Die britische Investmentbank Barclays hat die Aktie des Aromen- und Duftstoffherstellers auf "Overweight" hochgestuft. Die Kursschwäche der Aktie seit Jahresbeginn dürfte im zweiten Halbjahr nachlassen, hieß es von Expertenseite.

In London legten Ithaca Energy 2,2 Prozent zu und waren damit unter den Spitzenreitern im "Footsie". Der in der Nordsee tätige Öl- und Gasproduzent gab seine erste internationale Übernahme bekannt. Er übernimmt in Kanada Vermögenswerte von Suncor Energy.

National Grid schlossen mit 0,2 Prozent. Der Energienetzbetreiber erwartet vor allem aufgrund von Einmaleffekten, die bisherige Prognose für das Ergebniswachstum (EPS) im Geschäftsjahr 2026/27 leicht zu übertreffen.

LA DÉFENSE - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/AFP/XAVIER GALIANA

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