Europas Leitbörsen schließen tiefer, Ölpreise im Blick

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Ölpreise brachten Börsen unter Druck
 © AFP, LUDOVIC MARIN, APA
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Angesichts wieder steigender Öl- und Gaspreise haben die europäischen Börsen am Mittwoch nach einem freundlichen Auftakt eine Kehrtwende vollzogen und letztendlich tiefer geschlossen. Auslöser der Preisanstiege am Energiemarkt waren Meldungen über neue israelische Angriffe auf Teile der Gasindustrie des Irans.

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Der Euro-Stoxx-50 sank um 0,56 Prozent auf 5.736,85 Punkte. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 0,94 Prozent auf 10.305,29 Einheiten.

Israel hat im Krieg gegen den Iran Medienberichten zufolge Teile der Gasindustrie am Persischen Golf bombardiert. Betroffen seien petrochemische Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh, berichteten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr. Die Bombardierungen könnten weiteres Eskalationspotenzial in dem Krieg haben.

Nach Börsenschluss ist die Aufmerksamkeit nun auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve gerichtet. "Die zentrale Frage für die nervösen Rentenmärkte lautet nun vielmehr, ob die US-Währungshüter an ihrer grundsätzlichen Perspektive einer Zinssenkung im laufenden Jahr festhalten", hieß es von der Landesbank Baden-Württemberg. "Sollten die Notenbanker signalisieren, eine längere Phase unveränderter Leitzinsen zu bevorzugen, dürfte dies den US-Rentenmarkt nach unserer Einschätzung zusätzlich unter Druck setzen."

Während die meisten Branchenbarometer mit Kursverlusten tendierten, verbuchten noch einige Sektoren Gewinne, die mit Beginn des Krieges gegen den Iran unter Druck gekommen waren. So legten Bankenwerte zu. Auch der Sektorindex der Öl- und Gaswerte verzeichnete klare Zuwächse. Am Ende des Feldes lagen dagegen die defensiven Branchen, die sich gut gehalten hatten. Zu den größten Verlierern gehörten der Nahrungsmittelsektor.

Im Technologiesektor gaben ASML um 0,2 Prozent nach. Samsung hatte sich günstig zu den weiteren Aussichten für Halbleiter dank der Nachfrage im Bereich Künstlicher Intelligenz geäußert. Verluste von über sechs Prozent verzeichneten dagegen Logitech nach einer Abstufung durch die UBS auf "Neutral". Die Bank geht nur noch von einem geringen Aufwärtspotenzial aus.

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