Europas Leitbörsen schließen stabilisiert

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Öl-, Versorger- und Immobilienaktien gefragt
 © AFP, XAVIER GALIANA, Apa
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Die wichtigsten europäischen Börsen haben sich am Montag etwas von den schwächeren Vortagen erholt. Trotz der anhaltenden Unsicherheit rund um den Iran-Krieg und weiterhin hoher Ölpreise stieg der Euro-Stoxx-50 um 0,65 Prozent auf 5.541,79 Punkte. Der deutsche DAX gewann 1,18 Prozent auf 22.562,88 Zähler, während sich der britische FTSE-100 um 1,61 Prozent auf 10.127,96 Punkte befestigte.

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Der Krieg im Nahen Osten beeinflusste auch am Montag mit gemischten Signalen das Marktgeschehen. US-Präsident Donald Trump teilte auf Truth Social mit, es gäbe Fortschritte und möglicherweise eine Einigung zur Beendigung der Militäroperationen im Iran. Er sprach von ernsthaften Gesprächen mit einem neuen Regime. An den Ölmärkten blieb die Lage jedoch angespannt, nachdem die islamistische Huthi-Miliz an der Seite Teherans in den Krieg eingetreten war. Laut dem "Wall Street Journal" erwägt Trump zudem den Einsatz von Bodentruppen zur Bergung iranischen Urans und für die mögliche Einnahme der Ölinsel Kharg.

Vor diesem Hintergrund gab der Brent-Ölpreis als Gradmesser für die Konjunktur- und Inflationssorgen der Anleger zum Wochenstart auf hohem Niveau etwas nach. Am Anleihemarkt kamen die Renditen zurück, nachdem mehrere EZB-Vertreter mit ihren Aussagen die Zinsängste etwas gedämpft hatten. Dass die Inflation in Deutschland wegen höherer Energiekosten im März deutlich angezogen hatte, war bereits erwartet worden und belastete die Kurse nicht.

Die größten Gewinne verzeichneten am Montag angesichts der hohen Energiepreise Öl- und Versorgeraktien. Letzteren dürften wie auch den ebenfalls gut gesuchten Immobilienwerte die fallenden Renditen am Anleihemarkt zugute kommen. Die entsprechenden Branchenindizes gewannen zwischen 1,9 und 3,1 Prozent.

Beim Ölkonzern TotalEnergies kam zur allgemein guten Branchenstimmung eine Meldung der "Financial Times" über einen Rekordgewinn aus einer Ölwette. Laut der Zeitung dominierte das Unternehmen im März den physischen Ölmarkt im Nahen Osten. Es habe einen Gewinn von über einer Milliarde US-Dollar erzielt, nachdem es alle im Mai zur Verladung vorgesehenen Rohölladungen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman aufgekauft habe. Die TotalEnergies-Aktien gewannen 3,2 Prozent.

Gut nachgefragt waren auch die Aktien des britischen Bergbaukonzerns Rio Tinto und schlossen um 3,5 Prozent fester. Der Konzern hatte gemeldet, dass drei wegen eines Zyklons geschlossene Eisenerzanlagen ihren Betrieb wieder aufgenommen haben. Auch andere Rohstoffaktien waren angesichts erholter Metallpreise gesucht.

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