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Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,41 Prozent auf 5.906,22 Punkte. In Frankfurt schloss der DAX um 0,31 Prozent schwächer bei 24.194,90 Zählern. Außerhalb der Eurozone fiel der FTSE-100 um 0,21 Prozent auf 10.476,46 Einheiten.
US-Präsident Donald Trump hatte die Waffenruhe mit dem Iran in der Nacht zwar überraschend verlängert, die Blockade der iranischen Häfen geht aber weiter. Der Iran hält im Gegenzug die Straße von Hormuz geschlossen und nahm Frachtschiffe in der Meerenge unter Beschuss. Vor diesem Hintergrund verzeichneten die Ölpreise zur Wochenmitte wieder Anstiege.
Eine Branchenbetrachtung präsentierte den Reise- und Unterhaltungssektor am schwächsten. Hier rutschte die TUI-Aktie um 3,5 Prozent tiefer. Die anhaltenden Auseinandersetzungen am Persischen Golf überschatten die weiteren Aussichten bei dem Reiseveranstalter. Der Iran-Krieg führe zu einer erhöhten Zurückhaltung der Kunden, teilte der Touristikkonzern mit. Das Management rudert deshalb in seinen Prognosen für das noch bis Ende September laufende Geschäftsjahr zurück. Die Umsatzprognose setzte TUI aus, "bis sich die Rahmenbedingungen stabilisieren".
ABB gehörten mit 3,4 Prozent Aufschlag und neuen Höchstkursen zu den gefragten Werten. Die vorgelegten Quartalszahlen des Energie-und Automatisierungstechnikkonzerns waren deutlich besser als erwartet ausgefallen. Der starke Auftragseingang war dabei laut Analysten der zentrale Kurstreiber. Auch andere Aktien aus der Branche wie Siemens und Schneider Electric verzeichneten Gewinne und profitierten damit von den ABB-Zahlen.
Akzo Nobel reagierten mit einem Plus von 2,6 Prozent auf die Ergebnisvorlage des Farbenherstellers zum ersten Quartal. Die Analysten von JPMorgan sprachen von einem besser als erwarteten Zahlenwerk. Zudem sei der Ausblick auf das zweite Quartal und das Gesamtjahr nicht so schwach wie befürchtet gewesen.
ASM International sprangen um 7,1 Prozent auf neue Hochs. Die Analysten von JPMorgan verwiesen auf deutlich besser als erwartet ausgefallene Zahlen und den Ausblick des niederländischen Halbleiterausrüsters. Auch andere Titel aus dem Halbleitersegment wie ASML legten zu.
Der Nahrungsmittelsektor profitierte unterdessen von den Gewinnen von Danone, die um 2,5 Prozent kletterten. Jefferies-Analyst David Hayes sprach von einer erfreulichen Umsatzentwicklung auf Konzernebene. Der Analyst hob zudem die sich verbessernde Dynamik in den USA und die übertroffenen Prognosen in China hervor.
Aktien von Reckitt gaben dagegen um 4,9 Prozent nach. Der Konsumgüterkonzern hatte für das erste Quartal aufgrund einer schwachen Erkältungs- und Grippesaison in den USA sowie Lieferengpässen im Nahen Osten einen geringeren Umsatz als erwartet berichtet.
Papiere der Deutschen Telekom verloren 4,8 Prozent. Hier überwog die Skepsis nach einem Bloomberg-Bericht, laut dem das Unternehmen eine vollständige Kombination mit ihrer US-Mobilfunktochter T-Mobile US erwägt. Die regulatorischen Hürden für einen möglichen Zusammenschluss seien erheblich, gaben die Analysten von Bernstein Research zu bedenken. Ohne einen deutlichen Aufschlag auf die Bewertung dürften die Aktionäre von T-Mobile US zudem kaum damit einverstanden sein, hieß es.