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Die Entwicklung in Europa spiegelte ein allgemein freundliches Marktumfeld wider. Mangels wichtiger Konjunkturdaten gaben am Berichtstag vor allem politische Schlagzeilen sowie Unternehmensergebnisse den Ton an. Für etwas Erleichterung sorgte etwa, dass die Rede an die Nation vom US-Präsidenten Trump am Vorabend keine neuen Hiobsbotschaften gebracht hatte. Insgesamt blieben die Investoren aber weiter vorsichtig wegen geopolitischer Risiken sowie vor den nach US-Börsenschluss anstehenden Zahlen des Technologieschwergewichts Nvidia, so Marktbeobachter.
Zu den stärksten Sektoren gehörten die Bankaktien. Hier setzten HSBC Akzente. Die britische Bank hatte ihren operativen Gewinn dank guter Geschäfte mit der Verwaltung von Vermögen gesteigert. Analyst Aman Rakkar von Barclays sprach von einem "sehr starken Quartal, das die Erwartungen deutlich übertroffen hat". HSBC kletterten um sechs Prozent.
Gute Nachrichten gab es auch von Santander. Die spanische Bank will bis zum Jahr 2028 deutlich mehr Kunden gewinnen und ihren Überschuss kräftig steigern. Der Gewinn soll von zuletzt gut 14 Milliarden auf mehr als 20 Milliarden Euro klettern. Die Aktie gewann 4,8 Prozent.
Der spanische Energiekonzern Iberdrola hatte 2025 dank eines guten Stromnetzgeschäfts deutlich mehr verdient. Für die kommenden Jahre peilt das Management ein weiteres Gewinnwachstum an. Die Analysten der kanadischen Bank RBC sprachen von einem Zahlenwerk im Rahmen der Erwartungen. Die Aktie schloss dennoch 1,5 Prozent im Plus.
Am Ende des Feldes lagen dagegen die Nahrungs- und Getränkehersteller. Für einen Kater sorgten die Zahlen von Diageo. Unter seinem neuen Chef Dave Lewis strich das Management die Erwartungen an das neue Geschäftsjahr bis Ende Juni ein weiteres Mal zusammen. Zudem wurde die Dividende gekürzt. Die Aktie sank um 7,8 Prozent.