Europas Leitbörsen nur wenig verändert, Euro-Stoxx-50 -0,11%

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DAX im Minus und FTSE-100 im Plus
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Die europäischen Börsen haben sich am Montag nur wenig verändert aus der Handelssitzung verabschiedet. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 schloss mit minus 0,11 Prozent bei 5.978,88 Punkten. In Frankfurt fiel der DAX 0,46 Prozent auf 24.800,91 Zähler. Außerhalb der Eurozone stieg der FTSE-100 um 0,26 Prozent auf 10.473,69 Einheiten.

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Insgesamt verlief der Wochenbeginn ruhig. In den USA ist Feiertag und die Börsen dort sind geschlossen. Auch an einigen Handelsplätzen in Asien wurde nicht gehandelt, etwa in China wegen des Neujahrsfestes. Von konjunktureller Seite kommen erst im weiteren Wochenverlauf wieder wichtige Impulse aus den USA und aus Europa.

Der zum Wochenanfang geschlossene US-Markt dürfte für viele eine willkommene Erleichterung bedeuten, nachdem in der Vorwoche die Sorgen wegen KI heftige Schwankungen mit sich gebracht hätten, erläuterte Analyst Matthew Britzman vom britischen Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown.

Gefragt waren am Montag vor allem die Aktien aus dem Bankensektor, deren Teilindex sich von seinem Tief seit der Vorweihnachtszeit erholte. Im EuroStoxx gehörten neben Societe Generale, Santander, BNP Paribas, BBVA und Nordea zum Favoritenkreis.

Unter Druck standen dagegen vor allem die Titel aus dem Rohstoffbereich, dessen Teilindex damit sein jüngst erreichtes Hoch seit 2008 weiter konsolidierte. In London gehörten die Titel von Rio Tinto oder Glencore mit minus 1,1 bzw. 0,3 Prozent zu den Verlierern, während die Metallpreise zu Wochenbeginn etwas nachgaben.

Die Aktien von Hapag-Lloyd büßten vor dem Hintergrund einer Übernahme 8,3 Prozent ein. Wie die Container-Reederei mitteilte, hat sie einen Kaufvertrag mit dem israelischen Wettbewerber Zim Integrated Shipping Services (ZIM) geschlossen. Demnach erwirbt Hapag-Lloyd 100 Prozent der ZIM-Aktien für 35 US-Dollar je Anteilschein in bar. Das Gesamtvolumen der Transaktion liege damit bei mehr als 4 Milliarden Dollar.

In London waren Rüstungswerte dagegen begehrt, wie BAE Systems und Babcock mit Anstiegen von jeweils mehr als drei Prozent zeigten. David Perry von JPMorgan verwies auf Spekulationen, dass sich die Regierung in Großbritannien mit einer Erhöhung des Verteidigungsbudgets beschäftige. Er nannte dabei diese zwei Unternehmen als wichtige Profiteure - vor allem Babcock nach einem Kursrutsch in der Vorwoche.

Aktien von L'Oreal zogen 3,4 Prozent an. Sie erholten sich damit von einem Kursrutsch, der am Freitag davon ausgelöst worden war, dass das Wachstum des Kosmetikkonzerns im vierten Quartal enttäuschte. Analysten der UBS und der Barclays Bank bleiben am Montag aber optimistisch gestimmt. Guillaume Delmas von der UBS verwies auf überzeugende Investitionsargumente.

Titel des Baukonzerns ACS erreichten in Madrid mit einem Anstieg um 4,7 Prozent ein erneutes Rekordhoch nach einer Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies. Analyst Graham Hunt sieht in den Spaniern einen starken Profiteur des Baus von Rechenzentren. Anders als bei der Tochter Hochtief, deren Aktionäre die Potenziale schon voll erkannt hätten, würden sie bei ACS noch unterschätzt.

FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND

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