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Die seit Wochen erhoffte nachhaltige Friedensvereinbarung zwischen den USA und dem Iran lässt immer noch auf sich warten. Immerhin wird aber weiter verhandelt, US-Präsident Trump sprach sogar von einem "schnellen Tempo".
Die Begeisterung rund um Künstliche Intelligenz (KI) hat am Dienstag einmal mehr die europäischen Halbleiterwerte mitgerissen. So beflügelt der anhaltende KI-Boom den Chipkonzern STMicroelectronics . Das Management verdoppelt deshalb seine Prognose für den Umsatz mit Rechenzentren in diesem Jahr nahezu. Zudem könnten sich die Erlöse in diesem Bereich bis 2027 nochmals verdoppeln, sollten die derzeitigen Marktkräfte Bestand haben. Nach Ansicht des Experten Janardan Menon vom Analysehaus Jefferies zeugen die Aussagen von der Zuversicht des Unternehmens, dass die aufgebauten Kapazitäten auf entsprechende Nachfrage treffen.
Die Aktien von STMicro setzten daraufhin ihren starken Lauf seit Anfang April fort und erreichten mit einem Plus von elf Prozent auf 65,80 Euro das höchste Niveau seit 2000. Damit hatten sie zugleich im französischen Leitindex CAC-40 klar die Nase vorn. Dieser gewann zuletzt fast ein Prozent.
Auch die Papiere des deutschen Branchenvertreters Infineon schnellten um fast sieben Prozent hoch und setzten sich damit auch an die Spitze des deutschen Leitindex DAX . Sie sind wie STMicro so teuer wie zu Beginn des Jahrtausends, als das Aufkommen der "New Economy" und die allmähliche Monetarisierung des Internets zu einem Hype um Technologieaktien geführt hatte.
Beobachter weisen darauf hin, dass die Unterschiede zum Platzen der Technologieblase im Jahr 2000 gravierend seien. So seien die Unternehmen aus diesem Bereich heute in der Regel deutlich profitabler und finanzkräftiger als die damaligen Tech-Firmen, und zudem seien die Aktien aktuell noch deutlich moderater bewertet als seinerzeit.
Gleichwohl zeigt gerade das Beispiel der Software-Unternehmen, dass der KI-Boom am Aktienmarkt auch seine Schattenseiten hat. Denn es wird befürchtet, dass traditionelle Geschäftsmodelle durch Künstliche Intelligenz stark gefährdet werden könnten.
Außerhalb des KI-Bereichs sind die Aktien des microRNA-Spezialisten Abivax nach Studienergebnissen ihres Mittels Obefazimod am Dienstag eingebrochen. Obwohl die Studie alle Endpunkte erreicht hatte, sorgten aufgetretene Krebsfälle bei Probanden für Unsicherheit. Abivax gaben in Paris 31,1 Prozent ab. Damit droht das tiefste Niveau seit November vergangenen Jahres.