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Der Euro-Stoxx-50 schloss mit minus 0,26 Prozent bei 6.034,95 Punkten. Am Freitag hatte der Leitindex der Eurozone bereits knapp im Minus geschlossen. Für den Mai, der nicht gerade als guter Börsenmonat gilt, verbuchte er aber einen Anstieg um 2,9 Prozent. Der DAX gab zum Wochenstart 0,40 Prozent auf 25.003,04 Zähler nach. Der Londoner FTSE-100 sank zum Sitzungsende um 0,68 Prozent auf 10.338,95 Einheiten.
Der Iran werde den Austausch von Nachrichten mit den USA aus Protest gegen die Eskalation Israels im Libanon einstellen, berichtete die halbstaatliche Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf eine Erklärung. Die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Konflikts war bereits vor der Nachricht gesunken. Im Iran-Krieg kommt es erneut zu gegenseitigen Brüchen der Waffenruhe.
Im marktbreiten Stoxx Europe 600 schnitten die Aktien von Öl- und Gaskonzernen als Profiteur wieder anziehender Ölpreise am besten ab. Die Ölpreise zogen vor allem infolge des Berichts an, dass der Iran die Verhandlungen mit den USA wohl auf Eis legen wolle.
Gefragt waren auch die Anteilsscheine von Technologie- und Telekommunikationsunternehmen. Mit einer sprunghaften Erholung der SAP-Aktien war Technologie geprägt vom Softwarebereich und von Aussagen des Nvidia-Chefs Jensen Huang. Dieser hatte im Rahmen einer Fachkonferenz seine Meinung wiederholt, dass KI für den Softwarebereich keine Bedrohung sei.
Gewinne konnten Anleger noch im Mediensektor erzielen, angeführt von einer Erholung bei Aktien von Wolters Kluwer und Relx, die sich auch von Sorgen vor KI-Gegenwind erholten. Aus dem erweiterten Medienbereich konnten sich die Titel von Universal Music letztlich knapp ins Plus retten. Der Musikkonzern hatte die Kaufofferte der vom US-Investor Bill Ackman geführten Pershing Square Capital als zu niedrig abgelehnt.
Schwäche zeigten dagegen vor allem die Gesundheitswerte mit den beiden Schweizer Pharmagrößen Novartis und Roche, deren Titel jeweils mehr als drei Prozent einbüßten. Händler sprachen hier nach einer starken Entwicklung im Mai von Gewinnmitnahmen.
Im insgesamt weiter von den Iran-Sorgen getrübten Reise- und Freizeitsektor ragte Easyjet mit einem Kurssprung um zehn Prozent heraus. Die US-Investmentgesellschaft Castlelake hatte am Freitagabend vorherige Gerüchte bestätigt, dass sie sich in einem frühen Stadium von Überlegungen zur Abgabe eines Kaufgebots für die Billigfluglinie befindet.
In Paris knackten die Anteile von Schneider Electric mit einem Kursplus von 2,3 Prozent ihren Korrekturtrend seit dem Rekord vor fast einem Monat. Zuvor hatte Goldman-Analystin Daniela Costa in ihrer Studie auf die bis zu 75 Milliarden Euro schwere Kooperation mit der japanischen Softbank Group beim Aufbau von KI-Rechenzentren in Frankreich verwiesen.
FRANKFURT - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/AFP/DANIEL ROLAND